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Fa. Karl Kühnlein GmbH – Der Spezialist in der Nische

Ein Erfahrungsbericht eines Anwenders mit der neuen S3 Generation von DESMA

Die Fa. Kühnlein fertigt in Mammendorf westlich von München mit über 50 Mitarbeitern Gummi-und Kunststoffprodukte für eine Vielzahl weltweiter Kunden aus allen Industriezweigen.

Vom Serienteil mit 2 Millionen Jahresbedarf für den Automobilhersteller über Mittelserien für die Medizintechnik bis hin zum Spezialteil mit Stückzahl reicht die sehr große Palette an Teilen. Dabei werden fast alle am Markt verfügbaren Kunststoff-, Gummi - und Silikonqualitäten in verschiedenen Herstellverfahren verarbeitet.

1949 zunächst als Handelsunternehmen von Karl Kühnlein in München gegründet, hat sich das bis heute familiengeführte Unternehmen unter der Leitung der beiden Nachkommen Heike Fink und Klaus Kühnlein in den letzten Jahrzenten zu einem expandierenden Mittelständler mit Hang zu Speziallösungen entwickelt.

1990 wurde mit einem Neubau in Mammendorf der Expansion Rechnung getragen und der bis dahin noch existierende zweite Standort Puchheim integriert. Man ist allerdings jetzt schon wieder an der räumlichen Kapazitätsgrenze angelangt und will 2014 weiter expandieren.

Die Firma Kühnlein deckt das ganze Spektrum ab. Von der Projektierung, dem Anfertigen von Musterwerkzeugen über Nullserien bis hin zur automatisierten Großserie. Zertifiziert ist Kühnlein nach den gängigen Normen.

Kühnlein bietet alle üblichen Fertigungsverfahren von Kunststoff-Spritzguss über das Gummipressen zum Gummi- und Silikonspritzgießen. Insgesamt sind 14 Anlagen in der Gummi-Spritzgussabteilung im Einsatz sowie 5 Thermoplast-Spritzgießmaschinen.

Im Rahmen der Neuanschaffung einer servoangetriebenen DESMA 968.160 ZO (S3) Mitte 2012 wurde Klaus Kühnlein von DESMA Gebietsleiter Deutschland Süd, Peter Hurrle, zu seinen Erfahrungen mit der energiesparenden Spritzgießmaschine interviewt.

Herr Kühnlein, wie bewerten Sie die aktuelle Marktlage und wie definiert sich Fa. Kühnlein im globalen Markt?


Die jeweils aktuelle Marktlage ist für uns nicht so maßgebend; dadurch, dass wir mit den Bereichen Medizintechnik, Automobil und Industrie gut aufgestellt sind, gleichen sich Schwankungen im einen oder anderen Bereich immer wieder aus.

Wir definieren uns durch Sonderlösungen in jeglicher Stückzahlkonstellation und werden auch in Zukunft auf den Standort Deutschland fixiert bleiben.
Wir wollen dem allgemeinen Trend '"noch mehr, noch größer", nicht hinterherlaufen, sondern Speziallösungen hier in Deutschland fertigen, Kundenwünsche umsetzen und realisieren sowie die Kunden bei Problemen unterstützen. Dabei werden Neuentwicklungen über den Prototypenbau bis hin zu den Serien, die Kunden unterstützen, produziert; die dabei hergestellten Präzisions- und teilweise auch Mikroteile aus hochwertigen Materialen werden weltweit mit Schwerpunkt Europa vertrieben.

Welche Anstrengungen/Schwerpunkte unternehmen bzw. setzen Sie, um auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu agieren?


Hochqualifizierte Mitarbeiter einsetzen und natürlich die eigene Ausbildung weiterentwickeln bzw. verbessern, denn nur dies ist die Grundlage, um wirklich gute Produkte auf den Markt zu bringen und Prozesssicherheit bei der Herstellung zu gewährleisten.

Dazu braucht man natürlich auch einen Maschinenlieferanten, der das dafür notwendige Equipment liefert, das störungsfrei funktioniert.

Für uns ist es extrem wichtig, dass wir auf Kundenwünsche flexibel reagieren können. Hier muss man auch die Materialien mit berücksichtigen, die modifiziert oder neu auf den Markt kommen, um dann die Spritzgießmaschine entsprechend auf die sich ändernden Gegebenheiten einzustellen - mit DESMA Maschinen sind wir dazu jederzeit in der Lage. Hier muss man immer auf dem neuesten Stand bleiben, um nicht einen Trend zu verschlafen.

Seit 1997, also seit über 16 Jahren, setzen Sie auf DESMA Spritzgießmaschinen, was waren Ihre damaligen Beweggründe?

Einen europäischen Lieferanten bzw. einen deutschen Lieferanten auszuwählen, nach Möglichkeit in erreichbarer Nähe, um optimalen Kundenservice zur Verfügung zu haben - den wir auch so haben und auch schätzen.

Es ist für uns ein sehr wesentlicher Punkt, dass die Maschinen ohne größere Ausfallzeiten laufen, da wir solche Stillstände über mehrere Wochen nicht akzeptieren können. Hier rächt sich dann eine vermeintlich günstigere Maschineninvestition als Bumerang im späteren Produktionsalltag.

Wie sehen Sie die DESMA in ihrer Entwicklung in den vergangenen Jahren?

Die Fa. DESMA sehen wir als Partner, der Sondermaschinen nach Kundenwunsch baut, der im Prinzip versucht, jeden Kundenwunsch nach Möglichkeit zu erfüllen.

DESMA bringt permanent eigene Innovationen in ihre Maschinen ein und stellt damit für uns seit vielen Jahren ein interessanter Partner in dem Bereich Elastomer-verarbeitung dar.

Im vergangenen Jahr haben Sie sich aus der neuen S3 Baureihe eine 160-t-Maschine angeschafft, was waren Ihre Beweggründe dafür?


Die schöne Farbe: Grau; ja als Künstler darf ich das wohl so sagen!

Nein, der wesentliche Entscheidungsgrund für die S3 Maschine war eigentlich das neue Schneckenaggregat mit der hydraulischen Rückstromsperre PlastControl, was für uns sehr wichtig ist. Da wir häufige Materialwechsel aufgrund kleinerer und mittlerer Stückzahlen haben, sind sehr kurze Materialrüstzeiten enorm wichtig, denn sie reduzieren die Rüstkosten erheblich - mit dem neuen Spritzaggregat haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht.

Die Neuentwicklung ActiveFeed hat uns in die Lage versetzt, dass ein Großteil der in der Vergangenheit schwierig einzuziehenden Gummimischungen, jetzt wesentlich besser zu verarbeiten ist.

Eine weitere Verbesserung ist die stabilere Bauart des Spritzaggregates, um größere Stopfvorrichtungen dranhängen zu können.

Mit den Vorteilen des servohydraulischen Antriebes und der ersichtlichen Positioniergenauigkeit - läuft die Maschine sauberer.

Was fasziniert, ist die fast lautlose Arbeitsweise, im Verhältnis zur normalen hydraulischen Maschine surrt sie nur noch, was natürlich auch das Betriebsklima für die Mitarbeiter entschärft. Lärm am Arbeitsplatz ist auf Dauer unangenehm bzw. gesundheitsschädlich. Dies alles ist mit ein Grund, in Zukunft weiter in die Richtung servoangetriebener Maschinen zu gehen. Nicht nur von der Energieseite her betrachtet – ein wesentlicher Punkt in unseren Augen – sondern auch von der Lärmbelastung.

Haben sich Ihre Erwartungen an die neue S3 Generation erfüllt?

Diese Frage kann man eindeutig mit "Ja" beantworten. In puncto Mehrkosten zwar ein höherer Aufwand, aber die Vorteile, die man dadurch hat, sind auf jeden Fall gerechtfertigt.

Welche weiteren Innovationen würden Sie sich seitens der DESMA für die Zukunft wünschen?

Dass sie in ihrer Innovationstätigkeit nicht nachlässt und den Kunden auch in Zukunft in die Lage versetzt, konkurrenzfähige Produkte mit dem Equipment aus dem Hause DESMA herzustellen.

Inwieweit spielen die Energiekosten in Hinblick auf ein mögliches Einsparpotential bei der S3 Baureihe von ca. 30 % eine Rolle?


Sicherlich ist Energieeffizienz ein wesentlicher Faktor im Gesamtkostenpaket betrieblich gesehen, doch noch ist es der geringere Anteil in Relation zu den Lohnkosten. Wichtiger ist, dass eine Maschine gut und schnell funktioniert, da kann man mehr Potenzial herausholen. Die Energiekosten sind momentan auch mit der aktuellen Preissteigerung keine schöne Sache, aber gegenüber den Lohnkosten immer noch auf Platz zwei. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass wir an vielen Maschinen noch Handbedienung haben und dadurch gegenüber einem Verarbeiter mit automatisierter Fertigung aktuell noch einen etwas anderen Blickwinkel auf das Thema Energie haben. Deshalb kann man nicht alle Gummiverarbeiter über einen Kamm scheren. Nichtsdestotrotz liegt hier mit Sicherheit, je nach Fertigung, noch ein zu hebendes Potenzial.

Herr Kühnlein, wie wir wissen, sind Sie, neben Ihrer Funktion als Geschäftsführer der Karl Kühnlein GmbH, auch seit vielen Jahren in der Kunstszene in und um München aktiv. Welche Synergien können sich aus dem Job als Chef einer Gummifirma und als Kunstschaffender ergeben?

Ganz einfach gesagt: "Die Kreativität ist das Wichtigste!" Dies braucht man bei beiden Bereichen, um weiterzukommen ...

Vielen Dank Herr Kühnlein für Ihre interessanten Antworten. Wir vom DESMA Team wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und attraktive Projekte, bei welchen wir unsere Erfahrung und Kompetenz in Form von innovativen DESMA-Produkten mit einbringen dürfen.

Unter dem informativen Internetauftritt der Fa. Karl Kühnlein GmbH finden Sie weitere Informationen.
www.kuehnlein-gmbh.de