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GTG ­– eine Erfolgsstory in Gummi

DESMA im Kundengespräch

Als die Firma GTG im Jahre 1980 durch Herrn Wolfgang Bartelt gegründet wurde, konnte niemand diesen unternehmerischen Erfolg voraussehen. Aus kleinsten Anfängen, mit der Ehefrau als einzige Mitarbeiterin und selbstgebauten Vulkanisationspressen, ist ein international agierendes Familienunternehmen mit 380 Mitarbeitern und 4 Standorten geworden. Angefangen hat alles mit der Produktion von Dichtrahmen für die Bauindustrie.

DESMA:
Herr Bartelt, was hat Sie 1980 zur Firmengründung bewogen.

Bartelt:

Seit 1966 bin ich in der Gummiindustrie tätig und davon 10 Jahre als "Verkaufsleiter Deutschland" bei einem namhaften Schweizer Unternehmen. Ich habe damals eine große Zukunftschance im Bereich der eck-vulkanisierten Gummidichtungen gesehen und war zudem der Meinung, dass sich in meinem Leben noch mal etwas Grundlegendes ändern sollte.

DESMA:
Was waren Ihre ersten Aufträge?

Bartelt:
Ich war unzufrieden mit der damaligen Qualität der Dichtrahmen für die Bauindustrie, was hauptsächlich an ungeeigneten Handhebelpressen lag. Wir haben daher sehr schnell damit begonnen, eigene, deutlich verbesserte Pressen zu entwickeln, um mit diesen qualitativ hochwertige Produkte bei geringem Nacharbeitsaufwand herzustellen.

DESMA:
Fertigt GTG nach wie vor nur für die Bauindustrie?

Bartelt:
Nein, meine Philosophie war von Anfang an, nicht von einem einzelnen Markt abhängig zu sein. Ich verfolge seit vielen Jahren eine 3-Säulen-Strategie, d.h. ca. 50 % des Umsatzes werden in der Automobil- und weitere je ca. 25 % werden in der Bau- und Weisswarenindustrie (Geschirrspüler) erzielt. Durch diese Strategie sind wir unempfindlicher gegen Branchenkrisen und sind damit in den letzten 24 Jahren sehr gut gefahren.

DESMA:
Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Bartelt:
In einem hochmotivierten Mit-arbeiterteam, einer enormen Flexibilität, verbunden mit einer Realisierungsschnelligkeit, die nur in unternehmergeführten Firmen erreicht werden kann.

DESMA:

Kann man GTG eher als reinen Formteilhersteller bezeichnen?

Bartelt:
Eindeutig nein! Zuerst mal haben wir eine eigene Produktentwicklung. Im Automotivebereich stellen uns Firmen wie VW, Daimler Chrysler, BMW, Smart, Lamborghini und Ferrari ihre kompletten Rohkarossen ins Werk und beauftragen uns mit der Entwicklung von Karosseriedichtsystemen, bis hin zur Komplettabdichtung, wie Sie am Beispiel für den neuen "smart fortwo" sehen können. D.h., wir verfügen über eigene Entwicklungskapazitäten in allen Bereichen und sehen dies folgerichtig als unsere Kernkompetenz.

v.l.n.r: Markus Bartelt, Hanns Tillmann, Wolfgang Bartelt, Dr. Bernd Scholz
Herr Tillmann im Gespräch mit Herrn Dr. Scholz und Herrn Hurrle

DESMA:
Sie haben in den letzten Jahren umfangreiche Investitionen im Baulichen sowie noch mehr in Fertigungsanlagen getätigt ­ und das alles am Standort Deutschland. Inwieweit denken Sie über eine Produktionsverlagerung ins oft billigere Ausland nach?

Bartelt:
Wir haben in 2002 aufgrund eines Großauftrages über Türdichtungen für den VW Golf, mit täglich 8.500 Dichtungen, ein neues Werk in Gundelfingen mit einer Produktionsfläche von 7.500 m2 errichtet. Dieses Werk arbeitet hauptsächlich im Bereich Profilextrusion und wird von meinem Sohn Markus Bartelt geleitet. Auch für die Werke Gundelfingen 1, Lauingen und Waltershausen (Thüringen) wurde in neue Fertigungsanlagen und Spritzgießmaschinen investiert. Ich bin der Meinung, wir müssen zuerst unsere Hausaufgaben in Deutschland machen, bevor wir über Verlagerungen nachdenken. Selbstverständlich werden auch schon heute bestimmte lohnintensive Tätigkeiten, wie z.B. Entgraten, im Ausland erledigt. Eine solche Entscheidung wird in unserem Hause jedoch erst dann getroffen, wenn es keine Alternative gibt. Wir stehen ganz klar zum Standort Deutschland, weil wir hier durch unsere Kundennähe und das Know-how unserer Mitarbeiter große Standortvorteile haben.

DESMA:
Beim Thema Spritzgießmaschinen würden wir gerne wissen, was für Sie die Hauptargumente für die Zusammenarbeit mit DESMA sind?

Bartelt:
Die Zusammenarbeit mit der Firma DESMA klappt nunmehr seit 12 Jahren sehr gut, und wir sind sowohl mit der Betreuung als auch mit der hohen Maschinenqualität sehr zufrieden. Unser Werksleiter für das Werk 1, Herr Tillmann, hat sicher noch weitere Gründe, deshalb gebe ich gerne die Frage an ihn weiter.

Tillmann:
Die hohe Qualität kann ich nur unterstreichen, dennoch wäre das allein zu wenig. Mir gefällt die unkomplizierte Zusammenarbeit, die sehr schnelle Ersatzteilversorgung, die Flexibilität, kundenspezifische Lösungen zu entwickeln und vor allem das sehr gut ausgestattete Technikum. Wir haben es schon oft für Vorserienproduktionen oder Verfahrensoptimierungen genutzt. Auch Neuentwicklungen, wie der Nadelverschlusskaltkanal, setzen wir gerne ein. Die kompetente Beratung, auch bei schwierigen Projekten, schätzen wir sehr.

DESMA:
Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage in Ihrem Unternehmen?

Bartelt:
Sehr gut! Wir gehen auch in diesem Jahr, wie bereits in den vergangenen Jahren, von einem Wachstum von 15 % - 20 % aus. Wir streben nicht nach Wachstum um jeden Preis, sondern konzentrieren uns zum größten Teil auf bestehende Kunden, um diese Geschäftsverbindungen zu beiderseitigem Nutzen auszubauen. Gleiches gilt auch für die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und damit auch für DESMA.

DESMA:
Herr Bartelt, Herr Tillmann, wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.


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