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DESMA BRINGT INDUSTRIE 4.0 IN EINEM HISTORISCHEN STAHLWERK ZUR GELTUNG 08.11.2019

Am Vorabend der K-Messe eröffnete die DESMA ihren diesjährigen dualen Messeauftritt unter dem Motto „Enter New Spaces“ in der Glühofenhalle im Areal Böhler.


Zur K 2019 präsentierte die DESMA ihre Leistungen dieses Mal mit einem neuen dualen Messekonzept. Kunden konnten sich in auf dem Messestand F56 in Halle 16 anmelden. In Kleingruppen wurden die Besucher per Shuttlebus zu dem exklusiven Veranstaltungsort – einem ehemaligen Stahlwerk in Westen Düsseldorfs gebracht und dort in einer coolen Lounge empfangen. Das Unternehmen hatte auf 400 m² einen ganzen Maschinenpark aufgebaut. In der großzügigen Halle konnten die Besucher - individuell betreut - DESMA-Technik live erleben. DESMA-Experten führten die Anlagen vor und erklärten die technischen Feinheiten.


Am 15. Oktober lud die DESMA Presse und VIPs zur Eröffnung ein. In seiner Rede erklärte DESMA-Geschäftsführer Dr. Harald Zebedin die komplexen Herausforderungen, denen sich das Unternehmen ausgesetzt sieht. Der neue Megatrend heißt Unsicherheit. Die Automobilindustrie und der Welthandel befinden sich im Umbruch, und auch die DESMA spürt die Auswirkungen. Dennoch bleiben die gesteckten Ziele erreichbar. Bis 2022 soll ein Marktanteil von 50 Prozent oder rund 180 Mio. € Umsatz erreicht werden, die DESMA will mindestens 50 Neukunden pro Jahr gewinnen, sowie einen Umsatz von 50 Mio. € im Geschäft mit Kundenservice, Ersatzteile, Umbauten und Formenbau generieren.

Verkaufsleiter Harald Schmid erklärte: „Die DESMA ist ein Hidden Champion, also unbekannter Weltmarktführer“. Man sei auf dem Weg zum sich in die Prozesse seiner Geschäftspartner integrierenden, maschinenbauenden Dienstleister. Unterstützt wird diese Neuausrichtung durch das zur K erstmals präsentierte SmartConnect4.U Ecosystem. 

Erforderliche Veränderungen in unsicheren Zeiten

Dr. Stefan Loheide, Leiter Forschung und Entwicklung der BOGE Elastmetall GmbH, gab in seinem Vortrag zu den Trends der Automobilentwicklung einen umfassenden Überblick der wirtschaftlichen Einflussfaktoren. Der ökonomische Schwerpunkt verschiebt sich nach Osten, Ressourcen werden immer knapper und neue Mobilitätslösungen werden dringend gebraucht, aber noch ist nicht klar, wie diese aussehen werden. Die Zukunft ist unübersichtlicher geworden und das erzeugt Unsicherheit. BOGE stellt sich den Herausforderungen mit einer konsequenten Veränderungsstrategie. Angewandt auf die Entwicklungsabteilung eines Automobilzulieferers bedeutet es, nicht nur das bestehende Geschäft optimal zu führen, sondern aber gleichzeitig einen geregelten Prozess zur Verbesserung und Innovation einzuleiten. So gelingt es leichter, auf sich verändernde Bedingungen flexibel zu reagieren.



Technik direkt erleben

Besonders im Vordergrund stand bei den ausgestellten Anlagen die Flexibilisierung der Produktion, etwa durch den kurzfristigen Umbau von Anlagen. Zu sehen war eine D 968.250 ZO Benchmark 750 S3 mit FlexCell. Es war beeindruckend, wie rasch die DESMA-Techniker vor Ort die FlexCell Automatisierungszelle mit wenigen Handgriffen von der Maschine abkoppelten, und die 3 Tonnen schwere Zelle dann auf einem Luftkissen spielend leicht manövrierbar wurde. In unter drei Minuten war sie dann wieder angeschlossen und betriebsbereit. Die Anlage produzierte einen Gummiformartikel mit umspritztem SmartIdent RFID Chip – eine Premiere.

Außerdem in der Glühofenhalle aufgebaut war eine weitere D 968.250 ZO BENCHMARK 750 S3 mit QuickLock Schnellspannsystem. Auf dieser Maschine wurden erstmals Gummiformartikel mit umspritzten SmartIdent RFID Chip hergestellt. Der Formenwechsel erfolgt in wenigen Minuten. Die Formenspannung bleibt dabei auch bei Stromausfall oder Komplettabfall des Hydraulikdruckes gewährleistet. Ein Formenwechsel mit heißer Form wurde live präsentiert.

Ferner stand bei den gezeigten Maschinen die Themen Effizienz und Performance im Fokus. Eine 969.300 SEALMASTER S3 war neben anderen Features mit einem hydraulischen PerformanceKit ausgestattet, was zu einer deutlichen Verbesserung aller Bewegungen des Formenträgers und der hydraulischen Kernhebevorrichtungen führt. Das Resultat: Zykluszeitverkürzungen von 2,5 bis 5 Sekunden je nach Bewegungsablauf.

Die vierte ausgestellte Anlage, eine D 969.100 Z S3 mit FIFO-C Hochdruckspritzeinheit und PartnerFlexcell, ist ein Beispiel für effiziente Kleinserienproduktion. Durch die ausschwenkbare Extrudereinheit ist der Wechsel von Form oder Mischung rasch zu bewerkstelligen. Das FIFO-C Spritzsystem mit 100 ccm, 2.450 bar mit integriertem PlastControl macht es möglich. Die Plastifizierschnecke kann bei Bedarf innerhalb kürzester Zeit zur Kontrolle oder Reinigung entnommen werden. Bei HTV-Silikonanwendungen ist durch die neue Cartridge+-Stopfereinheit ein einfacher Materialwechsel weitgehend ohne Verluste möglich.

Diese Anlage wurde mit einer PartnerFlexCell präsentiert, die mit einem kollaborierenden Sechs-Achs-Robotersystem ausgerüstet war und über ein neues, CE–konformes Sicherheitskonzept sowie eine dreidimensionale Scannerabsicherung verfügte. Das ermöglicht die   Zusammenarbeit von Roboter/Maschine/ Mensch ohne mechanische Schutzgitter. Auch ist die PartnerFlexCell so aufgebaut, dass ein einfaches Umsetzen an andere Maschinen machbar ist. Somit ist entweder durch Umschalten ein reiner Maschinenbetrieb oder ein Anlagenbetrieb möglich. Ebenfalls zum Einsatz kam auf dieser Maschine ein ZeroWaste ITM System mit einer Form zur Herstellung von kleinen Gummi-Metall-Artikeln. Die Bestückung der Metallteile in die Form übernimmt der Roboter.