|
|
 |
|
Neuigkeiten
DESMA referierte auf der SKZ über die Vorteile der Kaltkanaltechnologie bei der Verarbeitung von Silikonelastomeren.
|
Im März 2009 fand in Würzburg die Fachtagung "Silikonelastomere - ein vielfältiger und außergewöhnlicher Werkstoff" statt. Veranstalter war das Süddeutsche Kunststoffzentrum (SKZ), durch die Veranstaltung führte Herr Dr. Udo Wachtler, Wacker Chemie AG. Über 80 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich über den aktuellen Stand in der gesamten Wertschöpfungskette der Siliconelastomere zu informieren.
Der Themenbogen der Fachtagung war breit gespannt:
- Silikonkautschuk - Herausforderungen für die Zukunft
- Silikonkautschuk - Herstellung und Eigenschaften eines Hochleistungselastomers
- Vergleich der wichtigsten Hochleistungselastomere mit Silikonkautschuk
- Thermoplastische Elastomere im Vergleich zu Silikonvulkanisaten
- Silikonelastomere im Automobilbau - neue Anwendungsmöglichkeiten und Trends
- Silikonelastomere für LED-Anwendungen
- Fantastisch - Flüssig - Fluoro: Die neue Dimension LSR
- Abformen mit Siliconkautschuk - einfach, flexibel, präzise
- Silikonschäume - eine Materialklasse für High Performance Anwendung
- Die vollelektrische Dosiereinheit - Nur eine Ergänzung zur elektrischen Spritzgießmaschine?
- 2K-Spritzgießen im Fest- und Flüssigsiliconbereich
- Werkzeugkonzepte und Automatisierung für LSR und 2K-Spritzguss
- Wirtschaftliche 2K-Produktion mit LSR
- Möglichkeiten der Silikonverarbeitung im Spritzgießprozess
Mit dem Beitrag "Möglichkeiten der Silikonverarbeitung im Spritzgießprozess" informierte DESMA das Publikum anhand von Praxisbeispielen über den wirtschaftlichen Einsatz der Kaltkanaltechnologie, die geeigneten Werkzeuge und Peripheren Einrichtungen beim Spritzgießen von flüssigen und pastösen Silikonen.
Die benötigten Anlagen zur Verarbeitung von hochtemperaturvernetzenden Silikonen (HTV) gleichen prinzipiell den Anlagen zur Verarbeitung der gängigen Elastomere. Aufgrund der geringen Festigkeit des pastösen Silikons werden hydraulische Stopfsysteme an die Spritzeinheit angebaut. Mithilfe des Stopfsystems wird die Silikonmasse durch einen Kolben unter Druck gesetzt und strömt durch ein Verbindungsstück zur Schnecke. Die flüssigkeitstemperierte Spritzeinheit ist mit einer offenen temperierten Düse oder einer Nadelverschlussdüse auszustatten. Bei Verwendung von Kaltkanälen ist eine offene Düse vorzuziehen. Soll die Maschine wechselweise für Gummi und Silikon eingesetzt werden, wir die Schnecke und der Antrieb in jedem Fall benötigt.
Flüssigsilikone (LSR) bestehen aus zwei Komponenten und vulkanisieren durch Additionsvernetzung zu einem elastischen Werkstoff. Die Transportgebinde haben in der Regel ein Volumen von 20 oder 200 Liter. Die Dosierung erfolgt über eine spezielle Fördereinrichtung, welche die beiden zähflüssigen Rohmaterialkomponenten getrennt mittels Schöpfkolbenpumpe über eine flexible Leitung zu einem Mischkopf transportiert. Die Durchmengung der Komponenten übernimmt ein Statikmischer. Dieser verbindet die Fördereinrichtung letztendlich mit der Spritzeinheit. Ein federunterstütztes Rückschlagventil verhindert zuverlässig die Entstehung überhöhter Drücke während der Einspritzphase in der Dosiereinrichtung. Auf eine Plastifizierschnecke kann verzichtet werden. Die Maschinendüse muss jedoch als Nadelverschlussdüse ausgeführt sein.
Werkzeuge zur Verarbeitung von Silikonen unterscheiden sich in ihrem Aufbau nicht wesentlich von Werkzeugen zur Gummiverarbeitung.
Aufgrund der geringen Viskosität der Silikone müssen Passmaße sehr genau ausgeführt werden. Die Werkzeugnester müssen gehärtet sein, um eine lange Lebensdauer der Form zu gewährleisten. Außerdem werden Entformkräfte durch das Härten der Werkzeuge positiv beeinflusst. Aufgrund der hohen Affinität des Siliziums zu Sauerstoff ist die richtige Gestaltung der Entlüftung besonders wichtig.
Der Einsatz von Kaltkanälen für die Silikonverarbeitung ist aufgrund der höheren Materialpreise in den meisten Fällen empfehlenswert. Die FlowControl Nadelverschlusskaltkanaltechnologie ermöglicht beispielsweise die angusslose Fertigung von mehreren Außenraumendverschlüssen innerhalb eines Zyklus, gewährleistet durch die Direktanspritzung der einzelnen Kavitäten. Der Abfallanteil beträgt weniger als 1,4% des Artikelvolumens und ist auf die Notwendigkeit von Flutrillen zurückzuführen. Diese verbinden das Vakuumsystem mit der Kavität.
Eine Entformung der Angüsse entfällt aufgrund der Direkteinspritzung durch den Einsatz der FlowControl Kaltkanaltechnologie. Aufwendungen für eine automatisierte Fertigung beschränken sich auf die Artikelentformung bei gleichzeitiger Einsparung von Zykluszeit.
|
| |
| [zurück zur Listenseite] |
 |
Seite drucken (bitte Querformat einstellen) |
|
|
|