

Alle DESMA Maschinen sind mit Spritzeinheiten ausgestattet, die nach dem First-In-First-Out-Prinzip arbeiten. Das heißt: Zuerst plastifiziertes Material wird zuerst ins Werkzeug eingespritzt. Dadurch ergibt sich eine gleichmäßige Verweildauer der Mischung in der Spritzeinheit bei konstantem Massedruck.
Während des gesamten Plastifizierungsvorgangs ist eine höhere Einstellung der Massetemperatur möglich, sodass sich Heizzeiten erheblich reduzieren lassen. Damit unterstützt DESMA zugleich ressourcenschonende Produktionsverfahren.
Die neue FIFO-Advanced Spritzeinheit bietet jetzt eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. Neben einer weiter verbesserten Einspritzgenauigkeit lassen sich durch den sehr stabilen Gesamtaufbau wesentlich größere Silikonstopfsysteme integrieren. Dadurch werden Wiederbefüllzyklen erheblich reduziert. Natürlich ist die FIFO-Advanced-Spritzeinheit auch mit der patentierten FlowControl+-Düsentechnik zur Heizzeitreduzierung verfügbar. Mit der Option ActiveFeed steht jetzt erstmals eine voll integrierte, aktiv angetriebene Fütterwalze zur Verfügung. Dadurch ist der Einzug von erheblich größeren Streifenabmessungen möglich. Zudem werden auch stark schwankende Streifengrößen und schwierige Mischungen sicher eingezogen. Das spart beträchtliche Kosten in der Materialstreifenherstellung und verhindert Produktionsunterbrechungen durch Streifenabriss.
Durch die hydraulisch betätigte Rückstromsperre steht mit dem zum Patent angemeldeten PlastControl erstmals ein System zur Verfügung, mit dem das Rückstromventil aktiv geschlossen werden kann. Dadurch erhöht sich die Dosiergenauigkeit um etwa 50 %. Vor allem ist bei niederviskosen Materialien ein definierter Verschluss der Rückstromsperre garantiert. In Verbindung mit der
serienmäßig vorhandenen Schwenkeinrichtung für die Schneckenzylindereinheit wird der Materialwechsel zur einfachen Übung.
Zu den erfolgreichsten Spritzeinheiten von DESMA zählt das patentierte FIFO A-System. Diese Spritzeinheit ist für mittlere bis sehr große Spritzvolumen ausgestattet und bietet einen idealen Bedienkomfort bei hoher Maschinenstabilität. Zur Standardausführung zählt die hydraulisch abhebbare Düse.
Für DESMA Horizontalmaschinen wird häufig die Spritzeinheit FIFO B verwendet. Grundsätzlich lässt sich diese Spritzeinheit bei allen Maschinen mit seitlicher Einspritzung in die Werkzeugtrennebene einsetzen. Der hydraulische Düsenabhub ermöglicht eine kleinstmögliche Durchgangsbohrung in der Schliesseinheit. Dadurch wird eine maximale Aufbiegungsstabilität auch im Mittenbereich der Form erreicht.
Bei kleinsten bis mittleren Spritzvolumen kann die FIFO C-Spritzeinheit eingesetzt werden. Durch die fest anliegende Düse ist ein kurzer Düsenweg möglich. DESMA liefert die FIFO C als Standard-Spritzeinheit für C-Rahmenmaschinen und kleine Horizontalmaschinen.
Mit dem patentierten FIFO D-System konnte DESMA eine Spritzeinheit entwickeln, die sich besonders für kleine bis mittlere Spritzvolumen eignet. Die minimale Düsenlänge sorgt für eine äußerst hohe Bedienfreundlichkeit.
Für den Einsatz von TPE bietet DESMA Spritzeinheiten in verschiedenen Größen an. Diese Spritzeinheiten können an allen Spritzmaschinen aus dem DESMA Lieferprogramm eingesetzt werden. Beispielweise auch auf der D 957.050 HydroBalance mit ihrem innovativen Zwei-Platten-Schließsystem.
Zur Verarbeitung von LSR und HTV liefert DESMA alle FIFO-Spritzsysteme auch mit entsprechenden Optionen für Flüssig- und Festsilikon.


Optional steht für alle DESMA-Spritzeinheiten der Baureihen FIFO System A und FIFO System B die aktiv regelbare FlowControl+ Düsen Technologie zur Verfügung. Mit dieser Düsentechnologie lässt sich der Energieeintrag während des Einspritzvorganges exakt regeln. Im Ergebnis sind Heizzeitreduzierungen von bis zu 50% möglich. Der Düsenaufbau entspricht der seit mehreren Jahren patentierten FlowControl Kaltkanaldüse. Im Vergleich zur FlowControl Kaltkanaldüse, lässt sich die Düsenposition variabel einstellen. Auch kann die Düsenposition während des Einspritzvorganges in 5 Stufen verändert werden, um somit einen variablen Wärmeeintrag zu ermöglichen. Durch die hydraulische Lageregelung ist eine einwandfreie Widerholgenauigkeit gewährleistet. Die Einstellung der Düsenposition erfolgt über die Maschinensteuerung. Hauptvorteil dieser patentierten Düsentechnologie ist, dass der Energieeintrag in die Mischung erst unmittelbar am Düsenaustritt erfolgt. D.h. es besteht keine Gefahr des Vorvulkanisierens innerhalb der Düse. Gegenüber anderen Systemen mit Vorkammern ist hier eine weitaushöhere Flexibilität in der Vorwahl des Energieeintrages gegeben und das FlowControl+ Düsensystem ist unempfindlich auch bei längeren Produktionsunterbrechungen.
In Verbindung mit den verfügbaren Hochdruck-Spritzeinheiten, lässt sich das volle Potential dieser Technologie ausnutzen.