

Die Spritzgießsysteme von DESMA sollen optimal arbeiten und Kunden aus unterschiedlichen Branchen nachhaltige Produktionserfolge liefern.
Im Technikum kümmert sich deshalb ein hochkarätiges Team aus Verfahrenstechnikern um die Optimierung von Anlagen, Maschinen, Werkzeugen und Produktionsverfahren. Die Techniker und Ingenieure arbeiten an der perfekten Umsetzung von Innovationen wie FlowControl und komplexen Kundenprojekten mit den neuesten Fertigungssystemen.
Neben Versuchen und Testreihen werden Schulungen von Mitarbeitern und Kunden sowie Messevorbereitungen angeboten. Auf Wunsch findet im Technikum auch direkte Produktionsunterstützung für Kunden statt.
An den Standorten USA, Indien und China bestehen weitere DESMA Test-Center.
Das Technikum befindet sich seit 2001 in einem 500 Quadratmeter großen Gebäude am DESMA Stammsitz Fridingen. Im Einsatz sind Vertikal- und Horizontalmaschinen der neuesten Generation sowie Temperiergeräte, Temperöfen, verschiedene Vakuumanlagen, LSR-Mischanlagen und diverse Silikonstopfer für HTV.
Im Technikum werden Anwendungen für ganz unterschiedliche Branchen untersucht. Um reale Bedingungen zu schaffen, nutzen die Versuchsingenieure zum Teil auch Original-Werkzeuge von Kunden. Außerdem kommen hauseigene Versuchswerkzeuge und dafür geeignetes Messequipment zum Einsatz.
In einem kleinen Labor ermitteln die Techniker mit Hilfe eines Brabender Messkneters die Verarbeitbarkeit der Gummimischung und mit einem Vulkameter die Daten zur Prozessoptimierung.

Das Technikum-Team besteht aus Verfahrenstechnikern mit langjähriger Erfahrung und wird von Joachim Liebermann und seinem Stellvertreter Thomas Kernler geleitet. Bei Bedarf erhält das Team Verstärkung aus dem Customer Care Center sowie von Mitarbeitern der anderen DESMA Standorte.
Das Team testet Maschinen, Material, Werkzeuge, Bürstsysteme, Entformeinrichtungen oder Einlegevorrichtungen für Gummi-Metallteile und andere Peripheriegeräte.
"Nicht alles was auf der Zeichnung gut aussieht, muss deshalb auch sofort gut funktionieren. Deshalb optimieren wir, was unsere Projektabteilung entwickelt", sagt Technikums-Leiter Joachim Liebermann. So klärt das Technikum mit Vorversuchen, ob eine Idee technisch realisierbar ist. Die Entwickler bauen dann einen Prototyp. An diesem feilt das Team, so lange bis er den Kundenanforderungen und der DESMA Qualität entspricht.
Der Ausgangspunkt für Versuche besteht in der Frage, wie können Kunden X Millionen Teile eines neuen Artikels kostengünstig herstellen. In der Regel bietet eine Standardanlage von DESMA die Lösung. Ist dies nicht der Fall, testet das Technikum Lösungsvorschläge der Projektabteilung auf ihre Praxistauglichkeit. Sobald alle Versuchsreihen ausgewertet sind, präsentiert das Team den Kunden die Ergebnisse. Danach wird gemeinsam mit den Projektingenieuren entschieden, ob und wie das Projekt realisiert werden kann.
Die Lebenszyklen vieler Produkte sind deutlich kürzer geworden. Der Automobilmarkt fordert heute beinahe jährlich Innovationen. Damit ändern sich auch die Anforderungen an die einzelnen Elastomer-Bauteile. Für neue Kundenprodukte wie beispielsweise Dichtungen für Brennstoffzellen oder ganze Isolatoren fährt das Technikum eine Vorserienproduktion. Die dabei gefertigten Teile dienen dem Kunden als Grundlage für Messreihen oder zur Verifizierung durchgeführter Verbesserungen am Artikel.
DESMA verkauft Turnkey-Systeme, das heißt komplette Anlagen, bestehend aus Spritzgießmaschine, Spritzgießwerkzeug und Peripheriegeräten. Bevor die Systemlösungen von DESMA produktionsreif sind, werden sie vom Technikum geprüft und angepasst. Anschließend folgt ein mehrstündiger Probelauf unter Produktionsbedingungen. Dabei werden letzte Fehler dokumentiert und behoben.
Sobald ein Werkzeug im DESMA Formenbau fertig gestellt ist, wird dieses auf einer passenden Maschine im Technikum optimiert. Dabei kann das Team eine Maschine entsprechend der Kundenanforderungen umbauen und nachrüsten. Nach der Optimierung reisen Kunden in der Regel zur Endabnahme des Werkzeuges an. Der letzte Feinschliff kann mit den Kunden besprochen und direkt erledigt werden.
Das Technikum bietet auch die Optimierung bereits eingesetzter Kundenwerkzeuge an. Die Verfahrenstechniker unterstützen das Kundenpersonal mit dem vielseitigen Know-how von DESMA um bestehende Produktionsprozesse zu verbessern.
Damit Zulieferteile wie Temperiergeräte, Bürstsysteme, Vakuumpumpen, Sicherheitsbauteile oder Hydraulik- und Elektrokomponenten die Kundenwünsche erfüllen, kümmert sich das Technikum um deren Optimierung.
Die technische Vorbereitung für die weltweite Messepräsenz von DESMA findet im Technikum statt. Maschinen und Werkzeuge werden ausgesucht, Gummimischungen getestet, Ersatzteile bereitgestellt und die Maschinen an die Rahmenbedingungen der jeweiligen Messe angepasst.
Wenn es bei Kunden zu Engpässen in der Produktion kommt, kann das Technikum vorübergehend die Teilefertigung übernehmen, um kurzfristige Spitzen abzubauen. Oft produzieren die Kunden dann mit eigenem Personal und teilweise mit Unterstützung der DESMA Verfahrenstechniker auf einer Maschine im Technikum.
Das Technikum bietet Schulungen für Kundendiensttechniker, Auszubildende und Mitarbeiter der weltweiten DESMA-Standorte an. Außerhalb der Produktion können Mitarbeiter ihr technisches Wissen auf vorbereiteten Maschinen vertiefen. Das hauseigene Schulungszentrum für Kunden nutzt ebenfalls Maschinen, Werkzeuge und Know-how des Technikums. Schulung und Optimierung sind im Technikum eng miteinander verzahnt, um Kunden echte Mehrwerte zu liefern.