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DESMA aktuell

20. Feb. 2014

Bitte vormerken: Unsere Hausmesse am 15. & 16.10.2014


Sehr geehrter Geschäftspartner, verehrte Kunden, liebe Freunde,

sich durch Differenzierung in Produkt und Service vom Wettbewerb unterscheiden, effizienter sein, Veränderungen mit Geschäftsfreunden gestalten und Erfolge feiern: Das möchten wir sehr gerne mit Ihnen am 15. & 16.10.2014 anlässlich unserer diesjährigen Open House gemeinsam mit Ihnen erfahren. Bitte merken Sie sich diesen Termin doch schon einmal vor, um neue Perspektiven und Anregungen für Ihr Geschäft auf unserem Marktplatz von Partnern für Partner zu erhalten.

Sehr gerne blicken wir mit Ihnen gemeinsam auf die Chinaplas in Shanghai, die in diesem Jahr verspricht alle bisherigen Besucherrekorde sowohl inländischer als auch ausländischer Gäste zu übertreffen, und die Rubber Technology Expo in Bangkok. Zurück blicken wir auch auf eine sehr erfolgreiche Interplastica in Moskau.


'Chinaplas in Shanghai'


'Rubber Technology Expo in Bangkok'

Prozesse kostengünstig optimieren und zuverlässiger gestalten sowie die Maschineneffizienz steigern. Dafür haben wir unser PropterLight Optimierungstool im Angebot.

Mit missionarischem Eifer geht es bei uns weiter gegen Materialabfall und Ausschuss: Mit unserer ZeroWaste ITM-Technologie erreichen Sie bei der Herstellung von Präzisionsartikeln aus Gummi- und Silikon das Maximum an Materialausbeute.

Egal wo und wann: Gute Mitarbeiter gewinnen und binden beschäftigt uns alle. So auch uns in China. Lesen Sie hierzu den Beitrag „Geld ist nicht alles-Konzepte zur Mitarbeiterbindung“.

Bis hierher herzlichen Dank für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit und viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihr Team von der DESMA

20. Feb. 2014

Mit ZeroWaste Präzisionsartikel abfallfrei herstellen - kein Restmatieral und keine Nacharbeit

Für die abfallfreie Produktion von selbst kleinsten Präzisionsartikeln hat die Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen, die ZeroWaste-Technologie entwickelt. Das mit dem DKG Product Award 2012 ausgezeichnete Produktionssystem basiert auf dem klassischen ITM (Injection-Transfer-Moulding)-Verfahren mit einem temperierten Topf.

Kosten senken durch abfallfreies Spritzgießen

Mit dem ZeroWaste ITM hat DESMA ein Verfahren für die abfallfreie Artikelproduktion präsentiert. Das Verfahren beruht auf dem bekannten ITM-Verfahren (Injection Transfer Moulding) mit einem temperierten Topf in Verbindung mit einem patentierten Nadelverschlusssystem. Das ermöglicht die angussfreie Herstellung von kleinsten Präzisionsartikeln. Infrage kommen für das Verfahren insbesondere Kleinteile bis 30 mm Durchmesser. Sonst nötige Nacharbeiten wie das Separieren der Angüsse sind nicht erforderlich. Weitere wesentliche Vorteile sind kürzere Zykluszeiten und damit einhergehend eine höhere Produktivität. Durch die angussfreie Direktanspritzung sind bei der Produktion von Dichtungsringen mit der ZeroWaste-ITM-Technologie Materialeinsparungen von 30 bis 50% durchaus realistisch.

Vorgeführt wurde das Verfahren während der Kunststoffmesse auf einer Spritzgießmaschine D 969.300 SEALMASTER S3 mit 3.000 kN Schließkraft, die Dichtungen für den Automotivebereich herstellte.
Für die Fertigung spitzt die Maschine das Material zunächst in eine temperierte Spritzkammer, auch als Topf bezeichnet. Während dieser Phase halten die hydraulisch betätigten Nadeln die Düsen geschlossen und die Schließeinheit ist drucklos. Ist der Topf gefüllt, wird die Schließeinheit geschlossen, die Nadeln geben die Düsen frei und das Material strömt durch den Verteiler über die Düsen in die Kavitäten. Anschließend verschließen die Nadeln erneut die Düsen, wodurch die Artikel von dem im Topf verbliebenen Restfell getrennt sind.

Verfahrenstechnische Vorteile sind kleine Düsenabständen von 30 bis 32 mm, eine natürliche Balancierung der Verteilung, das heißt es sind keine Einstellarbeiten erforderlich. Das Verfahren bietet überdies optimale Voraussetzungen für eine automatisierte Produktion.

Das "Interplastica-Messe-Team"

Impressionen von der Interplastica

Impressionen von der Interplastica

Impressionen von der Interplastica

20. Feb. 2014

Interplastica 2014: Qualität vor Quantität

Mit dieser Überschrift lässt sich die Interplastica 2014, die vom 28.01. bis 31.01.2014 in Moskau stattgefunden hat, am besten beschreiben.

Der russische Markt hat sich in den letzten Jahren für DESMA kontinuierlich weiterentwickelt, und wir können auf viele Stammkunden verweisen. Hier haben sich der lokale Service und die gut eingeführte Vertriebsstruktur sowie eine hohe Lieferqualität verbunden mit optimaler Kundenberatung bewährt. Durch den eigenen DESMA Formenbau werden viele Komplettprojekte, aber auch konstruktive Unterstützung bei lokalem Formenbezug geliefert. Diese hohe fachliche Kompetenz konnte sich in den letzten Jahren auch gegen deutlich günstigere Wettbewerber durchsetzen.

Für 2014 sind die Auftragserwartungen sehr optimistisch und werden bereits durch sehr gute Auftragseingänge im noch jungen Jahr untermauert. Sicherlich wird die aktuelle Wechselkursproblematik das eine oder andere Projekt im Entscheidungszeitraum beeinflussen, aber auf mittlere Sicht lassen sich die Investitionen nicht aufschieben. Die Wirtschaft (Automobil und Rohstoffbereich) wächst und die Forderung nach lokaler Produktion nimmt zu. Daher liegt der Fokus zurzeit stark auf strategischen Projekten, um längerfristig gewappnet zu sein.

Dieser Trend wurde auch aufgrund der Besucherstruktur auf dem DESMA Messestand bestätigt. Zusätzlich ist deutlich zu bemerken, dass sich international agierende Konzerne in der Automobilzulieferindustrie und auch im Bereich der Rohstoffgewinnung immer stärker in Russland engagieren bzw. einkaufen. Das heißt, dass aus der Erwartungshaltung in den vergangenen Jahren eine klare Wachstumsstrategie entstanden ist. Durch den hohen qualitativen Anspruch der westlich geprägten Automobilindustrie trennt sich auch im Zulieferbereich immer deutlicher die "Spreu vom Weizen".

Daher scheint die Überschrift "Qualität vor Quantität" passender denn je.

20. Feb. 2014

Prozesse mit Propter optimal optimieren - Prozessoptimierung für Einsteiger

Prozesse zu optimieren ist eine Wissenschaft für sich und ohne weitreichende Fachkenntnisse oft vergeblich. Messbare Erfolge lassen sich hingegen mit Hilfe intelligenter, computergestützter Systeme erzielen. Vielfach scheuen die Kunden jedoch die Kosten. Beim Kauf einer neuen Maschine haben DESMA-Kunden jetzt die Möglichkeit, eine Light-Version der Optimierungssoftware Propter 60 Tage kostenlos zu testen. Mit Propter können auch unerfahrene Anwender einen Prozess optimieren um eine konstant hohe Artikelqualität zu erreichen.

Prozessoptimierung zum Ausprobieren

Anfang des Jahres 2013 haben sich die Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen, und die CAS GmbH & Co. KG, Reinbek, in einer Kooperationsvereinbarung darüber verständigt, das spezifische, verfahrenstechnische Know-how von CAS für die DESMA Spritzgießmaschinen nutzbar zu machen.
Ab sofort liefert DESMA neue Spritzgießmaschinen mit der in der Maschinensteuerung integrierten Optimierungssoftware Propter aus. Die Kunden haben nun die Option, nach Freischaltung für 60 Tage eine Light-Version der Software kostenfrei zu testen. Danach können sie sich entscheiden, ob sie diese abgespeckte Version kaufen und weiter verwenden wollen, oder doch auf die Vollversion umsteigen.

Gegenüber der Vollversion verfügt PropterLight über einen deutlich geringeren Leistungsumfang. Das hat jedoch den Vorteil, dass diese Version nach einer Einweisung in vergleichsweise kurzer Zeit zu verstehen ist.
Propter unterstützt Bediener oder Einrichter wie ein Navigationssystem mit Vorschlägen für die jeweilige optimale Einstellung der Maschine. Ziel ist, in einem optimierten Arbeitsfenster eine gesicherte Teilequalität mit höchstmöglicher Produktivität zu produzieren.

Chargenschwankungen oder Prozessgrößenschwankungen werden durch ein Prozessmodell erfasst und in die Regelalgorithmen einbezogen. Bei einem Chargenwechsel sind lediglich die Materialdaten zu berücksichtigen. Die Vulkanisationszeit bestimmt das System in der Vollversion selbstständig unter Berücksichtigung des jeweiligen Prozesszustandes während des aktuellen Zyklus. Einrichter können mit Propter das nunmehr in die Maschine integrierte verfahrenstechnische Expertenwissen für eine störungsfreie, wirtschaftliche Produktion nutzen. Trouble-shooting für eine optimale Maschineneinstellung entfällt und entlastet die Einrichter entsprechend.

Gegenüber der Einstiegsvariante lassen sich bei der Vollversion von Propter weitaus mehr Parameter regeln. PropterLight soll es den Anwendern ermöglichen, sich mit den Vorteilen eines Prozessoptimierungssystems auseinanderzusetzen. Dazu arbeitet die Software mit einem vereinfachten Prozessmodell. Dennoch bietet die Einstiegsversion die Möglichkeit, Sicherheitsreserven aus dem Prozess heraus zu nehmen und in einem wesentlich engeren Toleranzband zu fertigen. Der berüchtigte „Angstzuschlag“ lässt sich bereits mit PropterLight eliminieren. Verbesserungspotentiale können sofort erkannt, genutzt und in eine Wirtschaftlichkeitsrechnung einbezogen werden, um etwa den Produktivitätsvorteil einer Investition in Propter oder PropterLight abschätzen zu können.

Beide Systeme sind übrigens komplett in der Maschinensteuerung integriert, das heißt, es keine separate Hardware erforderlich.

Autor Dr. rer. pol. Kuang-Hua Lin

20. Feb. 2014

Geld ist nicht alles - Konzepte zur Mitarbeiterbindung

Die enorme strategische Bedeutung Chinas führt dazu, dass internationale Unternehmen sich in China gegenseitig die besten Mitarbeiter abwerben. Dieser „War for Talent“ verursacht eine hohe Fluktuation der besten Führungs- und Fachkräfte und hohe Kosten in Form von Rekrutierungsausgaben und verlorener Ausbildungsinvestitionen. Noch gravierender ist jedoch die Tatsache, dass die Mehrheit dieser Mitarbeiter zu Wettbewerbern wechselt und dabei Know-how oder gar Geschäftsgeheimnisse mitnimmt.  Es gehört daher zu den wichtigsten strategischen Managementaufgaben deutscher Unternehmen in China, hohe Fluktuationsraten zu vermeiden.
Die durchschnittliche freiwillige Fluktuation in China liegt bei 16,4 Prozent. Dabei gibt es eine große Spannbreite: Denn während viele „gute“ Unternehmen in China weniger als fünf Prozent Fluktuation verzeichnen, müssen viele andere Unternehmen mit einer jährlichen Fluktuation von über 25 Prozent leben.

Gründe für die hohe (freiwillige) Fluktuation in China

Die häufigste Fehleinschätzung auf Unternehmensseite hinsichtlich der Ursachen für eine hohe Fluktuation und mangelnde Mitarbeiterbindung ist, dass es einzig und allein „ums Geld“ geht. Eine Studie von Wyatt zeigt, dass die Gehaltshöhe zwar seitens der Unternehmen als Grund Nr. 1 für den Arbeitgeberwechsel genannt wurde, aber nicht von den ausgeschiedenen Mitarbeitern selbst.
Der Grund für diese verzerrte Wahrnehmung ist einfach: Die Unzufriedenheit eines Mitarbeiters muss nicht mit der Bezahlung zu tun haben. Nach der Wyatt-Studie trifft dies nur in 33 Prozent aller Fälle zu. Gleichwohl, wenn ein Mitarbeiter sich einmal entschieden hat, das Unternehmen zu verlassen – aus welchen Gründen auch immer - erwartet er, dass mit dem Arbeitsplatzwechsel auch gleichzeitig eine Gehaltssteigerung verbunden ist.
Das Gehaltsniveau in China wächst dynamisch. Je nach Region, Qualifikation und Branche liegt die Einkommenssteigerung bei 10 bis 30 Prozent im Jahr. Gleichzeitig ist aber auch die Bandbreite (Streuung) der Gehälter für eine bestimmte Position zwei- bis dreimal höher als in einem langsam wachsenden Industrieland wie Deutschland. In China findet ein unzufriedener Arbeitnehmer deshalb wesentlich leichter eine besser bezahlte Arbeit als seine Kollegen in einem entwickelten Industrieland.

Der Geschäftsführer in China kommt somit zu der falschen Schlussfolgerung, dass der ausscheidende Mitarbeiter das Unternehmen nur wegen des Geldes verlässt, häufig erfährt er aber nicht die originären Motive für den Wechsel.

Auch ein so genanntes „Exit“-Interview mit den ausscheidenden Mitarbeitern bringt in der Regel nicht die ganze Wahrheit ans Licht. Denn ausscheidende Mitarbeiter scheuen sich oft davor - vor allem in konfliktscheuen Kulturen wie China - die wahren Gründe für Ihren Wechsel zu nennen, um niemanden zu verärgern und sich eine eventuelle Rückkehr in das Unternehmen nicht zu versperren. Das gilt zumindest solange, bis die Probezeit bei dem neuen Arbeitgeber überstanden ist.

Natürlich spielt das Gehalt bei einer beruflichen Neuorientierung eine wichtige Rolle, aber nicht in dem Ausmaß, wie es erfahrungsgemäß speziell ausländische Geschäftsführer in China annehmen. Unsere Projekterfahrungen in China zeigen, dass Unzufriedenheit mit dem Gehalt mit etwa einem Drittel zur Fluktuation beiträgt, während die meisten deutschen Geschäftsführer in China eher auf einen Anteil von 90 Prozent tippen.

Wir haben etwa sechs Monate nach dem Unternehmensausstieg zahlreiche Interviews mit „ehemaligen Mitarbeitern“ geführt und herausgefunden, dass die (freiwillige) Fluktuation relativ gleichmäßig auf drei Gründen beruht:

  • monetäre Gründe
  • Probleme mit Vorgesetzten bzw. mit dem Geschäftsführer
  • eine Vielzahl persönlich motivierter Gründe, wie z.B. zu lange Fahrzeiten zur Arbeit, und familiäre Gründe (Umzug, Ehepartner bzw. Ehewunsch, Kinder, Krankheit der Familienangehörigen usw.)

Die Rolle von Geschäftsführer und Vorgesetzten

Die Person des Geschäftsführers spielt in der Tat eine entscheidende Rolle bei der Mitarbeiterbindung in Asien. Wir haben immer wieder beobachten können, wie die Fluktuation der Mitarbeiter eines Unternehmens in Asien allein durch den Wechsel des Geschäftsführers innerhalb kürzester Zeit hochschnellte - oder auch zurückging -, ohne dass dabei die Bezahlung der Mitarbeiter in irgendeiner Form geändert wurde.

Die Probleme mit Vorgesetzten sowie dem Geschäftsführer sind jedoch komplexer als man zuerst vermutet. Wir stellen immer wieder fest, dass ein strenger, oder gar anstrengender Chef nicht automatisch zu einer hohen Fluktuation führt – ein als unfair wahrgenommener Chef hingegen schon. Das heißt, ein Chef darf ruhig streng und fordernd sein, jedoch nicht unfair. Mitarbeiter verlassen ein Unternehmen, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen und keine Besserungschance sehen.

„Nette“ Vorgesetzte dagegen führen teilweise zu einer hohen Fluktuation, wenn diese Vorgesetzten nicht in der Lage sind, ihren Mitarbeitern ein klares Feedback und dadurch eine faire Chance zur Verbesserung ihrer Leistung zu geben. Gerade in Kulturen, wo die Menschen konfliktscheu sind, ist das ein großes Problem. In China z.B. erleben wir immer wieder Manager, die nicht in der Lage sind, ihren Mitarbeitern gegenüber klar ihre Unzufriedenheit mit deren Leistung zu vermitteln. Konflikte werden gerne so lange aufgeschoben, bis der Vorgesetzte die Entscheidung getroffen hat, den Mitarbeiter zu entlassen. Anschließend ist er für die betroffenen Mitarbeiter oft nicht mehr zu sprechen. Der HR-Manager des Unternehmens hat dann die undankbare Aufgabe, die Mitarbeiter entlassen zu müssen (in der Regel über das Angebot einer Abfindung), ohne die genauen Gründe für deren Entlassung an die betroffenen Mitarbeiter weitergeben zu können. Die betroffenen Mitarbeiter fühlen sich ungerecht behandelt.

Entlassene Mitarbeiter zählen jedoch nicht zur Kategorie der freiwilligen Fluktuation; wie aber führt solch ein Management dann zu einer hohen freiwilligen Fluktuation? Die im Unternehmen verbleibenden Mitarbeiter sind durch das Verhalten des Managers verunsichert: Der Chef war doch immer zufrieden und sagte nie etwas Negatives über den Ex-Mitarbeiter. Warum wurde er also entlassen? Hat das Unternehmen Probleme? Hat der ehemalige Mitarbeiter jemanden verärgert? Bin ich vielleicht der Nächste? Aufgrund dieser Verunsicherung suchen auch manche verbleibenden Mitarbeiter eine neue Stelle.

Marktgerechte Bezahlung wichtiger als die höchsten Gehälter

Auch wenn ein Unternehmen den perfekten Geschäftsführer und fähige Manager beschäftigt, darf die Bezahlung nicht deutlich unter dem „Marktpreis“ liegen. Um sich in einer vernünftigen Gehaltsspanne zu bewegen, verwenden viele Unternehmen Gehaltsstatistiken, herausgegeben z.B. von den Lokalregierungen, der AHK oder anderen Unternehmensverbänden - oder auch von Beratungsunternehmen.

Die Gefahr bei der Verwendung solcher Gehaltsstatistiken ist aber, dass man sich an Durchschnittsgehältern orientiert, ohne zu berücksichtigen, dass Unternehmen auch Mitarbeiter mit überdurchschnittlicher (outperformer) und unterdurchschnittlicher (underperformer) Qualifikation und Leistung haben. Die Orientierung am Durchschnittsgehalt führt dazu, dass die „Outperformer“ das Unternehmen verlassen, während die „Underperformer“ im Unternehmen bleiben.

Wir haben zudem die Erfahrung gemacht, dass die Stellenbeschreibungen unserer deutschen Klienten in der Regel so einzigartig sind oder so hohe Anforderungen haben, dass keine vorhandene Gehaltsstatistik dazu passt. Wichtig ist es, eine auf die konkrete Stellenbeschreibung und auf die Lebensläufe der Kandidaten passgenaue Gehaltshöhe zu bestimmen, die neben einem Festgehalt meist auch leistungsabhängige Gehaltskomponenten, wie z.B. Boni, enthalten sollte.
Aus diesem Grund gehört zu jedem Mitarbeiterbindungsprogramm eine ausführliche Bewertung von Qualifikation und Fähigkeiten der Mitarbeiter (Management- und Staff Audit bzw. HR Audit). Überdurchschnittliche Mitarbeiter sollten auch überdurchschnittlich viel verdienen, während unterdurchschnittliche Mitarbeiter auch unter dem Durchschnitt bezahlt werden dürfen, ohne entlassen werden zu müssen. Nur durch eine marktgerechte Bezahlung kann man auch Outperformer an sich binden.

Erfolgreiche Konzepte der Mitarbeiterbindung

Wie bindet man nun seine Mitarbeiter „erfolgreich“, d.h. effektiv und kostengünstig, an das Unternehmen?
Ein vollständiges und erfolgreiches Konzept zur Mitarbeiterbindung beginnt bereits bei der Rekrutierung der Mitarbeiter und nicht erst nach der Einstellung. Für verschiedene Unternehmen gibt es unterschiedliche „beste“ bzw. „best-fit“-Mitarbeiter. Ob ein Bewerber für das jeweilige Unternehmen geeignet ist, hängt nicht nur von der Qualifikation des Bewerbers ab. Noch wichtiger ist die Frage, ob der Kandidat die Werte des Unternehmens teilt, sich in der Unternehmenskultur wohlfühlt und mit den direkten Vorgesetzten auf persönlicher Ebene gut auskommt.
Ein häufiger Fehler bei der Mitarbeiterauswahl ist die einseitige Fokussierung auf die fachliche Qualifikation. Für die langfristige Stabilität muss man zusätzlich im Einzelgespräch herausfinden, ob Persönlichkeit, Werte und Geschäftsgebaren zum Unternehmen und den zukünftigen Vorgesetzten passen und ob es Anzeichen für „Instabilität“ gibt. Dazu zählt u.a. persönlicher Ehrgeiz und Karriereplanung, Familienverhältnisse sowie familiärer Druck (z.B. zum Heiraten oder zum Wohnungskauf), eventuelle Überqualifikation oder Studienpläne (MBA oder Auslandsstudium), Entfernung des Wohnortes zur Arbeitsstätte sowie die Bereitschaft umzuziehen, Standort und Berufe der (Ehe-)Partner etc...
Eine besondere Problematik in China ist die kurze gesetzliche Kündigungsfrist des Arbeitnehmers von nur 30 Tagen. Das bedeutet, dass alle Kündigungsfristen, die länger als 30 Tage sind, ungültig sind und den Arbeitnehmer nicht binden, auch wenn dies im Arbeitsvertrag festgelegt wurde.

Management - und Staff Audit

Ein maßgeschneidertes Mitarbeiterbindungsprogramm kann in einem Zeitraum von etwa drei bis vier Monaten ausgearbeitet werden. Es besteht aus:

  1. Bewertung der Mitarbeiter mit anschließender Empfehlung
  2. Gehaltsstudie
  3. Ausarbeitung maßgeschneiderte Mitarbeiterbindungsmaßnahmen für das Unternehmen

Zunächst werden alle Mitarbeiter des Unternehmens ausführlich interviewt und unabhängig voneinander evaluiert. Die Leistungen der Mitarbeiter werden in Abstimmung mit deren Vorgesetzten und durch die Feedbacks von Kollegen und Mitarbeitern (360-Grad-Evaluation) beurteilt. Aus den Evaluationsergebnissen werden sofortige Maßnahmenempfehlungen abgeleitet. Dies kann z.B. eine Schulung für Mitarbeiter oder ein Coaching für Manager sein., Es können aber auch bereits Empfehlungen für etwaige Umbesetzungen oder Entlassungen ausgesprochen werden, wenn bestimmte Mitarbeiter die notwendigen Voraussetzungen ihrer Stellenbeschreibung offensichtlich nicht erfüllen und auch in absehbarer Zeit nicht erfüllen werden. Beispiele aus der Praxis sind z.B.: die Vorstandassistentin, die kein Englisch spricht (Entlassung); der Buchhalter, der keinen Computer bedienen kann (Schulung); der Salesman, der nicht gerne reist und verkauft, aber profunde technische Kenntnisse hat (Versetzung) sowie ein Expatriate, die er selbst nicht merkt, welche Fehler er im Umgang mit chinesischen Mitarbeitern macht (Coaching).

Darüberhinaus werden Mitarbeiterbindungsmaßnahmen ausgearbeitet und implementiert, die auf das Unternehmen zugeschnitten sind. Mit den Mitarbeitern sollte ausführlich über deren Gefühle, Ziele und Ängste gesprochen werden. Auf dieser Informationsbasis können kosteneffiziente Maßnahmen ausgearbeitet werden, die für die Mitarbeiter und für deren langfristige Bindung an das Unternehmen von Bedeutung sind.

Fazit

Während fast alle deutschen Unternehmen in China bereit sind, für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter Honorare an Berater zu zahlen, sind die wenigsten Unternehmen bereit, für die Senkung der Mitarbeiterfluktuation professionelle Hilfe zu holen. Das ist ein großer Widerspruch in sich. Unternehmen müssen endlich den Worten auch  Taten folgen lassen und ihre Wettbewerbsfähigkeit in China über Mitarbeiterbindungsmaßnahmen sichern. 

Autor

Dr. rer. pol. Kuang-Hua Lin

Asia-Pacific Management Consulting GmbH
Königsallee 28
D-40212 Düsseldorf
Tel.: +49 211 82 89 42 40
APMC@remove-this.asia-pacific.de
www.asia-pacific.de

Dr. rer. pol. Kuang-Hua Lin, geboren in Taiwan, lebt seit über 20 Jahren in Deutschland und ist in der chinesischen/asiatischen Kultur ebenso zu Hause wie in der deutschen/europäischen.
Studium der Elektrotechnik an der National Taiwan University und der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Freiburg. Aufbau
eines landesweiten Distributionsnetzes für Automobilzubehör und Management des Familienunternehmens in Taiwan. Unternehmensberater bei The Boston Consulting Group (BCG) in Düsseldorf, „Consultant of the Year“ bei BCG Düsseldorf
(1995/1996), 1997 Gründung der Asia-Pacific Management Consulting GmbH. Präsidenten der BVMW-Fachkommission Asien

Unternehmen
Die Asia-Pacific Management Consulting GmbH (APMC) in Düsseldorf ist eine auf Asien spezialisierte Unternehmensberatung. Wir bieten unseren Klienten individuell angepasste Asienlösungen aus einer Hand, von der Marktforschung und Strategieberatung, über Personalberatung und -suche, Gründung von Fabriken und Niederlassungen bis hin zum Vertrieb und Einkauf in Asien. Unsere Dienstleistungen zeichnen sich aus durch eine professionelle und zügige Abwicklung, absolute Diskretion sowie handfeste Ergebnisse (Umsatz- und Gewinnsteigerung, Kostensenkung, konkrete Problemlösungen).

19. Dez. 2013

Weihnachtsgrüße

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“
Im Sinne dieses Zitats von Wilhelm von Humboldt danken wir Ihnen für die uns in diesem Jahr entgegengebrachte Wertschätzung, Ihr Interesse und Vertrauen.
 
Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, ein paar besinnliche Tage zwischen den Jahren und viel Erfolg, Glück und Gesundheit für das neue Jahr!

                  

Martin Schürmann                        Dr. Harald Zebedin


Markenschärfungsprozess: Unser "neues" frisches Logo

Customer Care Center, Services & Schulungen

Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren

www.e-training.desma.biz

FlowControl-PressureSense

26. Nov. 2013

Wir machen uns stark. Für Sie.


Sehr geehrte Geschäftspartner, verehrte Kunden, liebe Freunde,

eine gute und ausgelassene Stimmung in modernem Ambiente, erfrischende und inspirierende Gespräche, nutzenorientierte und unter Produktionsbedingungen laufenden Maschinen, ein zukunftsorientiertes und starkes Unternehmen, begeisterte Besucher? - Machen Sie sich anhand der Fotostrecken unserer Messeauftritte zur K 2013 und Rubber Expo in Cleveland selber ein Bild.

Bilder einer Ausstellung Teil 1: Die K 2013
Bilder einer Ausstellung Teil 2: Die Rubber Expo

Die K-Messe diente nicht nur ausschließlich der Vorstellung unserer technischen Neuigkeiten, sondern auch der Präsentation des Resultats unseres Markenschärfungsprozesses: Unseres neuen Markenauftritts mit Diashow und Videopräsentation - hier zum Ansehen, innovativer Internetpräsenz, Imagebroschüre und ansprechenden Produktkatalogen. Alle Broschüren und Produktkataloge können Sie sehr gerne als Download oder Hardcopy hier anfordern.

'Wir bringen Expertenwissen auf den Bildschirm und den Schreibtisch', so zu lesen im gleichlautenden Artikel. Unser Handbuch 'Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren' und unser E-Training debütierten mit ebenso deutlicher Resonanz. Beide Medien können Sie als Bestellung unter sales@remove-this.desma.biz erhalten.

Mit dieser und den folgenden Ausgaben unserer Business News erfahren Sie mehr über die Details unserer technischen und ausschließlich auf den berechenbaren Nutzen fokussierten Neuigkeiten. Den Anfang machen wir mit FlowControl-PressureSense.

Für uns zur K erstmals dabei gewesen: Die fünf neuen Mitglieder unseres Vertriebsteams, Masaru Yoshida, Jon Calleja, Konrad Bienkowski, Albert Seo, Claudio Briciu, Dr. Ciprian Cristea, Gunnar Zie, Claudia Guacaneme und Margarita Mercado.
Herr Yoshida wird uns tatkräftig bei der Bearbeitung der national und international tätigen japanischen Kunden voranbringen. Herr Calleja bearbeitet mit seinem Vater Eugenio den iberischen und Konrad mit seinem Vater Jurek den polnischen Markt. Herr Seo entwickelt für uns den koreanischen Markt, die Herren Briciu, Dr. Cristea und Ziem den rumänischen. Und auch die kolumbianische Gummiindustrie wächst und wirs charmant betreut durch Frau Betancourt, Frau Guacaneme und Frau Mercado.

Im Zuge unserer Vorbereitungen zur Chinaplas 2014 dann noch zu lesen: Was deutsche Unternehmen in China treibt. Ein Beitrag den wir Dank der Zustimmung der DCW und den beiden Autoren, Rainer Gehnen und Stefan Kracht, veröffentlichen dürfen.

Und bitte schon einmal notieren: Am 15. und 16. Oktober findet unsere Open House 2014 statt.

Sie sehen: Wir machen uns weiterhin stark. Für Sie.

Bis hierher besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit und viel Spaß beim (Weiter-) Lesen und Betrachten wünscht

Ihr DESMA Team

26. Nov. 2013

Bilder einer Ausstellung, Teil 1: Die K 2013

Performance.Produktivität.Profitabilität. mit diesem Motto präsentierte sich DESMA auf der K 2013 erfolgreicher denn je.
Neben Highlights wie den beiden DESMA Spritzgießmaschinen aus der S3 Baureihe, stellte DESMA auch Innovationen wie die Mehrachsen-ServoGear-Hydraulik und erstmals die EcoSilence-Temperiergeräte vor. Eine neue Technologie, mit der sich Energieeinsparungen von bis zu 50% realisieren lassen, jeweils abhängig vom Artikel und Produktionszyklus sowie im Zusammenspiel mit der DESMA EnergyControl-Software. Für satte Materialeinsparpotenziale bietet DESMA die innovativen Kaltkanalsysteme. Nicht nur der patentierte FlowControl-Kaltkanal, der bereits 2006 damit ausgezeichnet wurde, sondern auch der ZeroWaste-ITM Topf, Preisträger des Jahres 2012, haben den Product Award der Deutschen Kautschukgesellschaft erhalten.  Aus der Vision K 2010 konnte DESMA auf der diesjährigen K-Messe im Bereich der Prozessautomatisierung das zukunftsweisende MoVis-System anbieten. Ein hocheffizienter Formoberflächenscanner zur Optimierung der Formenstandzeiten.

Wie Maschinenprozesse einfach optimiert und beherrscht werden können demonstriert DESMA mit dem erweiterten Propter-System. Eine Serviceleistung, die beispielsweise beim Anlauf von Neuartikeln oder der Optimierung bestehender Prozesse zeit- und situationsabhängig bereitgestellt wird. Gemeinsam mit der RheinChemie wurde zudem das BlendIn-Verfahren präsentiert: ein innovatives Konzept zur kontinuierlichen Herstellung von Gummimischungen.  

Eine Premiere gab es für das neue DESMA E-Training sowie die Erstauflage des DESMA Handbuchs „Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren“. So bietet DESMA nicht nur das klassische Schulungsangebot, sondern auch kundennahe Möglichkeiten mit Zugang zu maßgeschneidertem Fachwissen (mehr Informationen zum DESMA E-Training und Handbuch erfahren Sie im nächsten Artikel).

Performance.Produktivität.Profitabilität. steht bei DESMA im Fokus. Dies bestätigte nicht nur die hohe Besucherfrequenz auf dem Messestand, sondern auch eine hohe Anzahl an neuen Geschäftskontakten. Fazit: Für DESMA war die K 2013 durchweg positiv!

Hier geht's zur K Bildergalerie

26. Nov. 2013

Bilder einer Ausstellung, Teil 2: Die Rubber-Expo

Internationale Rubber Expo 2013 in Verbindung mit einer Ausstellung moderner Werkstoffe für die Gesundheitsindustrie

Die DESMA US-Tochterfirma stellte verschiedene Maschinen inklusive Formen während der Rubber Expo in Cleveland aus. Diese internationale Messe setzt Schwerpunkte im Bereich Rohstoffe und Ausstattung für den industriellen Gummispritzgießbereich (Reifen ausgenommen).

Für diesen Markt präsentierte DESMA mehrere Maschinenbeispiele und die entsprechenden Formenbaukapazitäten. Auf dem Messestand konnten die
D 968.250 S3 Servo-Maschine und eine ALPHA 100-Maschine, die bei DESMA in Indien produziert wurde, live besichtigt werden. Diese beiden Maschinen waren speziell ausgesucht worden, um einen guten Einblick in die breite Produktpalette geben zu können. Ein weiteres Exponat war ein FlowControl-Kaltkanalblock aus dem eigenen Formenbau der in Nordamerika ansässigen Firma. Mit schematischen Darstellungen erläuterte das Messeteam der DESMA USA im Detail die Funktionsprinzipien seiner Kaltkanalsysteme, die sowohl mit geschlossenen als auch mit offenen Düsen verfügbar sind.

Die diesjährige Rubber Expo war gut besucht und generierte mehr als 50 konkrete Anfragen, darunter mehrere von Neukunden mit Projekten, welchen das Expertenwissen der DESMA in den USA in puncto Formenbau und Prozessentwicklung im vollen Umfang zugutekommt.

Ein Mitarbeiter der Firma Wickert aus Landau – Hersteller von Hydraulikpressen – war ebenfalls vor Ort. Die Wickert Produktlinie hat sich für die DESMA in Hebron/Kentucky zu einem ansehnlichen Geschäftsbereich entwickelt, der ihre Kompetenz in der Spritzgusstechnologie bestens ergänzt.

www.e-training.desma.biz

Das neue Handbuch

26. Nov. 2013

DESMA bringt Expertenwissen auf den Bildschirm und auf den Schreibtisch

Mit der neuen E-Training-Plattform bringt die Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen, Expertenwissen zum Thema Elastomerverarbeitung auf heimische Bildschirme. Mit dem webbasierten, interaktiven Lernprogramm spricht der Maschinenhersteller in erster Linie die Mitarbeiter seiner Kunden an, die sich, unabhängig vom Trubel des Tagesgeschäfts, weiterbilden können oder ihr Wissen auffrischen wollen. Abgerundet wird das Angebot zur Wissensvermittlung durch die Vorstellung des neuen Handbuchs „Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren“

Ganzheitlicher Zugang zu wertvollem Fachwissen.

Ein besonderer Fokus richtet sich an die Maschineneinrichter und -bediener. Um moderne Fertigungssysteme optimal zu beherrschen und alle Möglichkeiten effektiv nutzen zu können, ist breites Fachwissen nötig, was eine ständige Weiterbildung erfordert. Oft fehlt hierzu die Zeit. Zudem werden immer häufiger Fertigungsprozesse kundennah verlagert, um etwa Just-in-Time liefern zu können. Dabei steht vielfach nur die Anlage im Mittelpunkt, während die neuen Mitarbeiter oftmals mit technischen Anforderungen überrollt werden.
Doch auch in etablierten Betrieben besteht Wissensbedarf – und wenn es sich nur um das Auffrischen längst vergessener Details handelt.

Für all diese Fälle bietet DESMA neben den klassischen Schulungen von der Maschinenbedienung bis hin zu anwendungstechnischen Kursen jetzt zwei neue Möglichkeiten zum maßgeschneiderten Lernen von Fachwissen,

  • die interaktive Wissensplattform E-Training – und
  • das neue Handbuch „Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren“.

Das E-Training bietet angemeldeten Usern den Zugang zu Expertenwissen auf dem aktuellen Stand der Elastomerverarbeitung. Die Verarbeitung von Elastomeren und die Spritzgießtechnik von Grund auf zu verstehen ist ein Ziel. Ein großer Vorteil ist, dass die User dieses Wissen anschließend direkt in ihrem Unternehmen umsetzen können.

Aktuell stehen auf der interaktiven Wissensplattform neben einer Einweisung vier Lernmodule zur Verfügung:

  • Elastomerverarbeitung – Definitionen, Thermoplastische Elastomere (TPE), Verfahrenstechnik des Spritzgießens von Elastomeren, Einspritz- und Nachdruckphase sowie Kaltkanaltechnik
  • DESMA Gummi-Spritzmaschinen & Equipment – Vorstellung der aktuellen S3-Baureihe
  • Steuerung DRC2020HT – Vorstellung und Erklärung der Bedieneinheit mit den Grundbedienerseiten sowie Beispielen für die Bedienung
  • Fehler beim Spritzgießen – Erklärungen zu den Einflussfaktoren sowie Beispiele wie Gaseinschlüsse, ungenügend vernetzte Stellen, Einspaltungen und Risse an Artikeln (Backgrinding) oder vorzeitiges Anvulkanisieren (Scorch).

Das inhaltliche Angebot wird kontinuierlich erweitert. Die Bedienung ist überaus einfach und unkompliziert. Wie in einem Lehrbuch lassen sich die Seiten durcharbeiten. Ergänzt werden die Beschreibungen und Erläuterungen durch zahlreiche Grafiken und Bilder sowie Animationen oder Videos.
Zu jedem Lernblock ist die voraussichtliche Lernzeit angegeben. Wer will, kann abschließend sein Wissen im Rahmen einer kleinen Prüfung testen.
Ein weiteres großes Plus der zweisprachigen (deutsch/englisch) Wissensplattform ist ihre weltweite Verfügbarkeit. Egal wo, ob am heimischen PC oder unterwegs mit dem Smartphone, die webbasierte Wissensplattform ist weltweit zu erreichen. Es ist lediglich eine Anmeldung erforderlich.

Ergänzend dazu stellt das Unternehmen sein neues Handbuch „Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren“ vor. Von der Projektierung über den Werkstoff, die Fertigungsmethoden samt Fertigungseinrichtungen hin zur Prozessführung, der Einstellstrategie und der Prozessoptimierung bietet das Buch geballte Informationen.
Anmeldungen für das E-Training unter www.e-training.desma.biz

PressureSense

PressureSense Forminnendruckanzeige

26. Nov. 2013

Reproduzierbare Elastomerverarbeitung - Flexibel dank FlowControl und PressureSense

Erstmals präsentiert die Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen, ihre neue Düsentechnologie FlowControl-PressureSense der Fachöffentlichkeit. Das System schließt die Kaltkanaldüsen in Abhängigkeit vom Forminnendruck. Damit lassen sich unter anderem Chargenschwankungen ausgleichen und der Füllgrad der Kavitäten reproduzierbar steuern. Überdies ermöglicht der PressureSense-Modul die Produktion von Artikeln aus einem Werkzeug mit unterschiedlich großen Kavitäten. Übrigens lässt sich der PressureSense-Modul nachrüsten.

Flexibler Energieeintrag spart Heizzeit.

Seit gut zehn Jahren gilt die FlowControl-Kaltkanaltechnik der DESMA als Synonym für Prozessoptimierung und Kapazitätssteigerung, verkürzte Heizzeiten sowie reduzierte Material- und Produktionskosten. In Verbindung mit dem neuen Modul PressureSense lässt sich die Produktion deutlich flexibilisieren.
Das patentierte FlowControl-Kaltkanalsystem ist für nahezu alle Elastomere geeignet. Es ist mit individuell steuerbaren Verschlussdüsen ausgestattet. Das ermöglicht es die Düsen flexibel anzuordnen und in einem Werkzeug Formteile unterschiedlicher Größe zu produzieren.
Zur Minimierung von Druckverlusten kommt die FlowControl-Technik ohne störende Nadeln im Mischungskanal aus. Lediglich am Düsenaustritt befindet sich ein kurzer, 15 mm langer Nadelstumpf.
Ein Vorteil ist, dass der durch die Friktion beim Materialaustritt entstehende Wärmeeintrag an der Düsenspitze sofort an den gekühlten Düsenstock weitergeleitet wird. Das wiederum vermeidet den Wärmeeintrag in den Mischungskanal – und damit eine unkontrollierte Erhöhung der Massetemperatur.
Betätigt werden die FlowControl-Düsen über einzelne Hydraulikzylinder, die in einer separaten Platte integriert sind, welche hinter dem eigentlichen Kaltkanalblock angeordnet ist. Die Kraftübertragung auf die Verschlussdüsen erfolgt von außen über Zug-Druckstangen. Ein Hydraulikblock in der Spritzgießmaschine übernimmt die Ansteuerung der einzelnen Zylinder. Die autarke Steuerung und Betätigung der Einzeldüsen ermöglicht eine variable Düsentrennung. Dabei werden die Abschaltpunkte je Düse über das eingespritzte Volumen oder zeitgesteuert an der Maschinensteuerung eingegeben. Die einmal gespeicherten Daten stehen auch bei späteren Formenwechseln zur Verfügung.

Neu: Kaltkanaldüsen schließen abhängig vom Forminnendruck.

Als Option zur Bestimmung der Abschaltpunkte je Düse bietet DESMA das Modul FlowControl-PressureSense an. Dazu messen Drucksensoren in den Kavitäten den Forminnendruck. Ist der vorgegebene Füllstand erreicht, erfolgt ein Signal zum Verschließen der Düse. Eine manuelle Anpassung aufgrund von Chargenschwankungen der Mischung oder bei unterschiedlich großen Artikeln und den damit verbundenen unterschiedlichen Volumina ist dann nicht erforderlich.
Der Druckverlauf wird auch während der Heizzeit grafisch auf dem Display der Steuerung dargestellt. Dadurch lässt sich der optimale Abschaltpunkt problemlos ermitteln.

Vorteile von FlowControl-PressureSense sind ein konstanter, reproduzierbarer Füllgrad und somit eine gleichbleibende Artikelqualität bei geringstem Materialaustrieb.
Der FlowControl-PressureSense-Modul lässt sich für bestehende Formen und FlowControl-Kaltkanalsysteme nachrüsten. Überdies stehen interessierten Kunden für Tests oder Versuche mehrere FlowControl-Kaltkanäle mit entsprechender PressureSense-Ausrüstung im DESMA-Technikum in Fridingen zur Verfügung.

26. Nov. 2013

Wir erweitern unser Vetriebsteam

 

Jon Calleja, Konrad Bienkowski und Masaru Yoshida mit unserem Vertriebsleiter Harald Schmid

Das Team von Albert Seo - Costar IT

Claudiu Briciu...Dr. Ciprian Cristea und Gunnar Ziem vom Team RUBIO Rumänien

Diana Betancourt mit ihrem Team Parabor aus Kolumbien

Chart 1: Industry break down

Chart 2: Years of market presence

Chart 3: Size of the company

Chart 4: GDP growth expectations

Chart 5: Company revenue growth expectations

Chart 6: China turnover to world turnover

Chart 7: EBIT

Chart 8: „Dual brand“

Chart 9: Costs increase

Chart 10: Productivity

Chart 11: Payment in RMB

Chart 12: Company locations

Chart 13: New presences

Stefan Kracht

Rainer Gehnen

26. Nov. 2013

Was deutsche Unternehmen in China treibt

Deutsche Unternehmen vertrauen auf ihre Wettbewerbsfähigkeit

Ergebnisse der Umfrage „2012 – A Turning Point for Doing Business with China?“
DCW-Fiducia-Studie 2012:

  • Teilnehmer: 110 deutsche Unternehmen. Davon:
    • 68% im Yangtzefluss-Delta / Greater Shanghai Region
    • 50% seit mehr als 10 Jahren in China
    • 60% Industrieunternehmen
    • ca. 25% mit Weltjahresumsatz von 51-500 Mio. EUR, ca. 20% über 500 Mio. EUR
    • Ø-Anteil des Chinaumsatzes am Weltumsatz: 19%
  • Umsatz: 50% planen für 2013 ein Plus von 11% oder größer.
  • Kosten: 55% können Kostensteigerung durch Erhöhung der Produktivität ausgleichen.
  • Gewinn: 80% erwarten profitables Chinageschäft in 2013.
  • Marketing: 62% passen ihr Produktprogramm spezifischen Marktbedingungen in China an.
  • Go Out / Go West: 12% haben Beschaffung oder Produktion außerhalb Chinas verlagert 32% der Unternehmen planen zusätzliche Niederlassungen in Zentral- und Westchina, 38% im Perlflussdelta.

Stimmungsbild der deutschen Wirtschaft in China

China und Deutschland gehören zu den jeweils am stärksten wachsenden Volkswirtschaften ihrer Region. Deutschlands Sozialprodukt wuchs in 2011 um ca. 3 Prozent (Europa gesamt: 1,2 Prozent). Im selben Jahr lag Chinas Wachstum bei 9,1 Prozent (Asien gesamt: 7,9 Prozent). Die bilateralen Handelsbeziehungen entwickelten sich mit einem Plus von 30 Prozent sehr dynamisch. So lag das gesamte Handelsvolumen in 2011 bei 144 Milliarden EUR (2010: 111 Milliarden EUR). Davon entfielen 79 Milliarden EUR auf die deutschen Exporte nach China, während die chinesischen Exporte nach Deutschland 65 Milliarden EUR betrugen.
Beide Länder stehen in 2012 gleichwohl vor besonderen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen. Während die Perspektive Deutschlands in ökonomischer Hinsicht vorrangig von exogenen Faktoren beeinträchtigt wird, insbesondere der europäischen Finanz- und Staatsschuldenkrise, sind es in China überwiegend innere Aspekte, welche die zukünftigen Wachstumschancen determinieren. Hier ist vor allem die dringend notwendige, und von der chinesischen Regierung auch beabsichtigte, umfassende Modernisierung des Wirtschafts- und Sozialsystems zu nennen. Die selbst gesteckten Ziele - wie höhere Innovationsfähigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Stärkung der privaten Kaufkraft - sind im aktuellen Fünfjahresplan umfänglich beschrieben. Offen ist, inwieweit - und vor allem wie schnell - China die hierfür notwendigen Reformen einleitet und umsetzt.
Vor diesem Hintergrund haben die DCW und Fiducia Management Consultants Anfang September 2012 für dieses Jahrbuch eine Befragung unter deutschen Unternehmen durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, festzustellen, wie deutsche Unternehmen in China angesichts der unsicheren Wirtschaftslage ihre zukünftige Geschäftsentwicklung einschätzen und welche Strategien sie dabei verfolgen. Trotz des kurzen Zeitfensters der Befragung haben sich 110 Unternehmen beteiligt, denen wir herzlich für ihre Unterstützung danken.

Chart 1: Industry breakdown
Chart 2: Years of market presence
Chart 3: Size of the company

Die an der Umfrage beteiligten Unternehmen spiegeln die Zusammensetzung der deutschen Wirtschaft insgesamt in China wider. Ca. 60 Prozent der beteiligten Unternehmen waren Industrieunternehmen. Sie kommen überwiegend aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Automobil, Elektronik und Chemie.
30 Jahre nach Marktöffnung ist die große Mehrheit der in der zweitgrößten Volkswirtschaft engagierten deutschen Unternehmen „China-erfahren“. Nur rund ein Fünftel der an der Umfrage beteiligten Unternehmen sind „China-Newbies“ und haben ihren Markteintritt vor weniger als 5 Jahren begonnen. 30 Prozent sind zwischen 5 bis 10 Jahren auf dem chinesischen Markt präsent. Rund ein Drittel der Unternehmen 11-20 Jahre. Ca. ein Fünftel der deutschen Unternehmen im Reich der Mitte können sich mit einer Marktpräsenz von mehr als 20 Jahren als „Old China-Hands“ bezeichnen.
Kleine und mittlere Unternehmen stellen die Mehrheit der deutschen Investitionen in China. 57 Prozent der an der Umfrage beteiligten Unternehmen haben einen Weltjahresumsatz von weniger als 50 Millioen EUR. Rund ein Viertel verfügt über einen Weltjahresumsatz zwischen 51 und 500 Millionen EUR. Ca. 1/5 der Unternehmen gaben einen Weltjahresumsatz von über 500 Millionen EUR an. Dabei ist seit Jahren der Trend zu beobachten, dass es immer kleinere Unternehmen sind, die den Schritt nach China wagen. Gefragt nach den Investitionsmotiven liegen für deutsche Unternehmen die Absatzpotentiale Chinas an erster Stelle. Niedrige Kosten für Beschaffung und Produktion sind für die meisten Unternehmen wichtig, aber nachrangig.

Unternehmenswachstum stärker als GDP-Wachstum

Chart 4: GDP growth expectations

Die deutsche Wirtschaft geht von einer deutlichen Konsolidierung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums in China aus. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der befragten Unternehmen erwarten für 2013 ein Wachstum von rund 6 Prozent oder weniger. Weitere 36 Prozent schätzen ein GDP-Wachstum von ca. 7-8 Prozent. Nur eine kleine Minderheit (8 Prozent) der befragten Unternehmen geht von einer Wachstumsrate über 8 Prozent aus.
Als die drei größten Herausforderungen für die Entwicklung Chinas 2013-2015 bewerten die Unternehmen laut Umfrage die Steigerung der Arbeitskosten, den Rückgang bei der Auslandsnachfrage und eine weitere Aufwertung des RMB.

Chart 5: Company revenue growth expectations

Traditionell engagieren sich deutsche Unternehmen in China in Märkten, die stärker als das GDP wachsen. Es überrascht daher nicht, dass die Erwartung zur eigenen Umsatzentwicklung in China deutlich positiver ausfällt als hinsichtlich der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Dazu kommt, dass das GDP-Wachstum inflationsbereinigt berechnet wird, die eigene Umsatzentwicklung nicht. Die Hälfte aller Unternehmen der Umfrage plant für 2013 ein Umsatzplus von 11 Prozent oder mehr. Ihnen stehen 15 Prozent der Unternehmen gegenüber, die von einem Umsatzrückgang für das nächste Geschäftsjahr ausgehen. Die Grafik x zeigt, dass die Unternehmen verschiedener Branchen unterschiedliche Zukunftserwartungen haben. Am optimistischsten sind die Beratungsunternehmen. Über 60 Prozent planen ein Umsatzplus von 11 Prozent oder mehr Dies weist auf einen stärker werdenden Dienstleistungsanteil der chinesischen Wirtschaft hin. Überdurchschnittlich hohes Umsatzwachstum wird außerdem im Maschinen- und Anlagenbau sowie bei elektronischen Produkten erwartet.

Chart 6: China turnover to world turnover

Für viele deutsche Unternehmen hat der Chinaumsatz einen bedeutsamen Anteil am Weltumsatz erreicht. 42 Prozent aller befragten Unternehmen gaben an, dass ihr Umsatz in China einen Anteil von 10 Prozentoder mehr am Weltumsatz beträgt. Der chinesische Markt leistet für immer mehr Unternehmen aus Deutschland einen immer signifikanter werdenden Beitrag zur eigenen Internationalisierung. Im Durchschnitt der Umfrageteilnehmer beträgt der Anteil des Chinaumsatzes am Weltumsatz 19 Prozent.
Die Grafik x zeigt, dass je größer das deutsche Unternehmen weltweit ist, desto geringer dessen Abhängigkeit vom / bzw. die Fokussierung auf den chinesischen Markt ist. Dies ist sicher teilweise dadurch begründet, dass insbesondere Dienstleister häufig einen besonderen Schwerpunkt auf China legen, während produzierende Unternehmen grundsätzlich eine „globalere“ Strategie verfolgen.

Chart 7: EBIT

Die überwiegende Mehrheit der deutschen Unternehmen in China operiert profitabel. Ca. 80 Prozent der teilnehmenden Unternehmen planen für den Zeitraum 2013-2015 einen positiven EBIT. Unter den Unternehmen mit der Erwartung eines negativen EBIT befinden sich erwartungsgemäß vor allem solche, die erst seit vergleichsweise kurzer Zeit auf dem chinesischen Markt sind.

Anpassung des Produktprogramms an Markterfordernisse

Chart 8:„Dual brand“

Neben dem Ausbau und der Optimierung der Verkaufs- und Distributionsstrategie sehen deutsche Unternehmen laut Umfrage in der Innovation von Produkten und Services die wichtigste Maßnahme zur Erreichung ihrer Umsatzziele. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen passt ihr Produktprogramm den lokalen Bedingungen an. 62 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie nicht einfach dieselben Produkte wie auf dem deutschen Heimatmarkt anbieten. Die Abbildung x zeigt, dass Überlegungen zur Kosten- und Preissenkung hierbei nur für eine Minderheit (32 Prozent) deutscher Unternehmen das ausschlaggebende Motiv sind. Die Mehrheit (59 Prozent) der deutschen Unternehmen sieht vielmehr in der funktionellen Anpassung ihrer Produkte an  die Bedürfnisse des lokalen Marktes den Hauptgrund für Maßnahmen zur Produktdifferenzierung. Deutsche Unternehmen positionieren sich auch in China als Technologie- und Qualitätsführer.

Kosteneffizienz und Profitabilität nehmen ab

Chart 9: Costs increaseChart 10: ProductivityAls größten Kostentreiber sehen deutsche Unternehmen die Lohnentwicklung. Für 2011 verzeichnen 71 Prozent der Umfrageteilnehmer eine Steigerung der Arbeitskosten von 11 Prozent oder mehr. Hohe Kostensteigerungen konstatieren deutsche Unternehmen ebenfalls für die Bereiche Logistik und Landnutzungsrechte.

Nur etwas mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen (55 Prozent) können die Kostensteigerung durch eine entsprechend höhere Produktivität ausgleichen bzw. sogar mehr als wettmachen. Für 45 Prozent der Umfrageteilnehmer hingegen steigen die Kosten stärker als die Produktivität. Knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen erwartet also kurz- bis mittelfristig eine Verschlechterung der Gewinnsituation bzw. der Umsatzrentabilität.
Die wichtigsten Maßnahmen, um die Profitabilität zu erhöhen, sehen die Unternehmen laut Umfrage in der „Optimierung der Beschaffungskosten“ sowie in der „Verbesserung des Cash-Flow-Managements“.

Internationalisierung des Renminbi (RMB)

Chart 11: Payment in RMB

Die internationale Beschaffung deutscher Unternehmen in China wird zunehmend in RMB abgewickelt.
Für 2012 planen noch die Hälfte aller deutschen Unternehmen ihre Einkäufe nicht oder nur in geringem Umfang (<= 10 Prozent der Gesamtbeschaffung) in RMB zu bezahlen. Bis 2015 wird dieser Anteil auf rund ein Drittel zurückgehen.
Entsprechend wird der Anteil der deutschen Unternehmen, die für ihre Einkäufe in China  RMB verwenden, deutlich zunehmen. Für 2012 sind es nur 31 Prozent der befragten Unternehmen, die mehr als 20 Prozent ihrer Einkäufe in RMB bezahlen. Für 2015 planen bereits 46 Prozent einen entsprechend RMB-Anteil von mehr als 20 Prozent.
Deutsche Unternehmen können somit zunehmend Währungs- und Wechselkursrisiken bei Beschaffungs¬vorhaben in China minimieren und Wechselkursverluste verringern.

Standorte im Landesinneren für arbeitsintensive Produktion

Chart 12: Company locations

Deutsche Unternehmen haben bislang ganz überwiegend in den am meisten entwickelten Regionen entlang der Ostküste investiert. Mit 68 Prozent der Umfrageteilnehmer befinden sich mit Abstand die meisten deutschen Unternehmensgründungen im Yangtzefluss-Delta / Greater Shanghai Region. Weitere wichtige Regionen für deutsche Investitionen sind das Perlflussdelta um Hongkong/Guangzhou (16 Prozent) und die Bohai-Region um Beijing/Tianjin (10 Prozent).

Chart 13: New presences

Dieselben Regionen sind auch die beliebtesten Standorte für weitere Investitionen deutscher Unternehmen in China. Es ändern sich aber die Gewichtungen. So ist das Yangtzeflussdelta „nur“ noch Zielregion für 51 Prozent der befragten Unternehmen. Stark zulegen können das Perflussdelta (38 Prozent) und die Bohai-Region (34 Prozent). Der stärkste relative Zuwachs kann bei neuen Investitionsvorhaben für die Provinzen in Zentral- und Westchina verzeichnet werden. 32 Prozent der Unternehmen planen dort zusätzliche Niederlassungen bzw. Betriebsstätten zu errichten. Deutsche Unternehmen folgen also durchaus dem Ruf „Go West“ der chinesischen Zentralregierung. Gleichzeitig ist fest zu stellen, dass die Küstenregionen trotz Kostensteigerungen nach wie vor attraktive Standorte für Investitionen deutscher Unternehmen sind.

Die Beliebtheit einer Region hängt von der Gewichtung der Standortfaktoren ab. So werden Regionen im Landesinneren, z.B. Chongqing, hinsichtlich der Verfügbarkeit von Personal besonders positiv bewertet. Die Regionen Yangtzedelta und Bohai sind besonders dann interessant, wenn infrastrukturelle Bedingungen von relativ hoher Bedeutung für die Standortwahl sind.
Laut Umfrage sieht übrigens nur eine Minderheit von 12 Prozent der befragten Unternehmen in der teilweisen Verlagerung von Produktion nach außerhalb Chinas für sich eine geeignete Option, dem Kostendruck in China zu entgehen.

Benachteiligung ausländischer Unternehmen und Korruption

Chinesische Unternehmen werden als zunehmend stärker werdende Wettbewerber wahrgenommen. Laut Umfrage wird der zukünftige Konkurrenzdruck seitens chinesischer Anbieter noch stärker als der von anderen ausländischen Unternehmen bzw. von Hongkong und Taiwan eingeschätzt.

Als „Wettbewerbsvorteile“ für chinesische Unternehmen wird gleichwohl relativ selten deren Fähigkeit zur Produktentwicklung genannt. Nur 7 Prozent der Befragten gaben dies an. (Dabei wird hier die Produktqualität privater chinesischer Unternehmen gegenüber staatlichen Unternehmen eindeutig stärker gewertet.) Weitaus häufiger weisen die befragten Unternehmen auf die Bevorzugung chinesischer Unternehmen bei Subventionen (21 Prozent) und bei staatlichen Kontrollen hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften (17 Prozent) als Gründe für das Erstarken der lokalen Konkurrenz hin. Nach wie vor sehen sich viele ausländische Unternehmen in China von den staatlichen Stellen unfair behandelt.

Getrübt wird die Stimmung deutscher Unternehmen in China zudem durch die anhaltend hohe Korruption im Land. Nur ein Fünftel der befragten Unternehmen gab an, dass sich die Geschäftspraktiken in Bezug auf unrechtmäßige Vorteilsannahmen und –gewährungen verbessert haben. Die Hälfte aller Unternehmen hat aufgrund von Korruption schon Umsatzeinbußen erleiden müssen. Laut Umfrage haben viele deutsche Unternehmen in China Anti-Korruptionsrichtlinien beschlossen (45 Prozent) und führen entsprechende Trainingsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter durch (38 Prozent).

Fazit

Die DCW-Fiducia-Umfrage 2012 zeigt, dass deutsche Unternehmen von einer Abkühlung der chinesischen Wachstumsdynamik insgesamt ausgehen. Gleichzeitig wird der chinesische Markt als so attraktiv eingeschätzt, dass eine weitere Expansion der Geschäftstätigkeiten deutscher Unternehmen in China geplant ist. Da das Wachstum in anderen Weltregionen schwächer als das chinesische ist, wird China – trotz der erwarteten Konsolidierung – immer wichtiger in den Internationalisierungsstrategien deutscher Unternehmen.

Dabei rechnen die Unternehmen mit einem starken Kostensteigerungsdruck. Sie beabsichtigen, diesen Kostendruck durch eine Erhöhung der Effizienz sowohl auf der Beschaffungs- als auch der Vertriebsseite zumindest teilweise aufzufangen. Grundsätzlich gehen viele Umfrageteilnehmer in den nächsten Jahren gleichwohl von einem Absinken der Profitabilität ihrer Chinaaktivitäten aus. Wenn die Höhe der Arbeitskosten bzw. das Angebot an preiswerter Arbeitskraft der wichtigste Faktor bei der Standortentscheidung in China ist, sind Regionen/Provinzen im Landesinneren die erste Wahl.
Als große Hemmnisse sehen deutsche Unternehmen die anhaltend hohe Korruption und die Benachteiligung im Vergleich zu chinesischen Unternehmen, die dadurch unfaire Wettbewerbsvorteile erhalten.
Eine dominierende Wettbewerbsstrategie deutscher Unternehmen ist die marktorientierte Anpassung durch Produkinnovationen und –variationen. Dabei geht es den deutschen Unternehmen weit häufiger um die qualitative Anpassung an spezifische Kundenbedürfnisse in China als um simple Kosten- und Preissenkungen.

Autoren

Stefan Kracht
Fiducia Management Consultants
Unit 1907-1910, Central Plaza,
No. 227 Huangpi North Road,
Shanghai, 200003, China
info@remove-this.fiducia-china.com
www.fiducia-china.com

Stefan Kracht verantwortet als Managing Director das operative Geschäft Fiducias. Er berät internationale industrielle Mittelständler,
primär in den Branchen Auto, Chemie, Maschinenbau. Vor seinem Eintritt bei Fiducia gründete er in Shanghai eine Handelsfirma. Er
arbeitete als Unternehmensberater bei Bain & Co in London. An der London School of Economics erwarb er seinen Bachelor, an
der Kellog School of Management und der HKUST seinen Doppel-MBA. Er ist Aufsichtsratsmitglied des Management Consultancies
Association of Hong Kong und der Association for Corporate Growth China.

Das Unternehmen
Fiducia wurde 1982 mit der Vision gegründet, eine Brücke zwischen China und dem Westen zu schlagen. Heute unterstützen 100
multinationale Experten in Hongkong, Shanghai und Shenzhen internationale Kunden mit Beratungs- und Outsourcing-Dienstleistungen. Unsere Kunden können sich auf spezialisiertes Know-how, 30 Jahre Erfahrung im Chinageschäft und unser breites Netzwerk an internationalen Partnern verlassen, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren, und gleichzeitig gute Corporate Governance auf Basis unserer technologischen Plattform gewährleisten.

Rainer Gehnen
Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung e.V.
Unter Sachsenhausen 10-26
D-50667 Köln
Tel.: + 49 221 120 370
rainer.gehnen@remove-this.dcw-ev.de
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