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  • Where champions meet. - DESMA Open House 2014

    wir sind Weltmeister! – Das bezieht sich aus aktuellem Anlass zunächst einmal auf die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Ferner sicherlich auf die sehr hohen Güter von...

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  • Das Resultat kann sich sehen lassen

    Sehr geehrter Geschäftspartner, verehrte Kunden , liebe Freunde, der Anwenderbericht ,Das Resultat kann sich sehen lassen‘, den uns die Firma WOCO freundlicherweise ermöglichte,...

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19. Dez. 2013

Weihnachtsgrüße

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“
Im Sinne dieses Zitats von Wilhelm von Humboldt danken wir Ihnen für die uns in diesem Jahr entgegengebrachte Wertschätzung, Ihr Interesse und Vertrauen.
 
Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, ein paar besinnliche Tage zwischen den Jahren und viel Erfolg, Glück und Gesundheit für das neue Jahr!

                  

Martin Schürmann                        Dr. Harald Zebedin


26. Nov. 2013

Wir machen uns stark. Für Sie.


Sehr geehrte Geschäftspartner, verehrte Kunden, liebe Freunde,

eine gute und ausgelassene Stimmung in modernem Ambiente, erfrischende und inspirierende Gespräche, nutzenorientierte und unter Produktionsbedingungen laufenden Maschinen, ein zukunftsorientiertes und starkes Unternehmen, begeisterte Besucher? - Machen Sie sich anhand der Fotostrecken unserer Messeauftritte zur K 2013 und Rubber Expo in Cleveland selber ein Bild.

Bilder einer Ausstellung Teil 1: Die K 2013
Bilder einer Ausstellung Teil 2: Die Rubber Expo

Die K-Messe diente nicht nur ausschließlich der Vorstellung unserer technischen Neuigkeiten, sondern auch der Präsentation des Resultats unseres Markenschärfungsprozesses: Unseres neuen Markenauftritts mit Diashow und Videopräsentation - hier zum Ansehen, innovativer Internetpräsenz, Imagebroschüre und ansprechenden Produktkatalogen. Alle Broschüren und Produktkataloge können Sie sehr gerne als Download oder Hardcopy hier anfordern.

'Wir bringen Expertenwissen auf den Bildschirm und den Schreibtisch', so zu lesen im gleichlautenden Artikel. Unser Handbuch 'Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren' und unser E-Training debütierten mit ebenso deutlicher Resonanz. Beide Medien können Sie als Bestellung unter sales@remove-this.desma.biz erhalten.

Mit dieser und den folgenden Ausgaben unserer Business News erfahren Sie mehr über die Details unserer technischen und ausschließlich auf den berechenbaren Nutzen fokussierten Neuigkeiten. Den Anfang machen wir mit FlowControl-PressureSense.

Für uns zur K erstmals dabei gewesen: Die fünf neuen Mitglieder unseres Vertriebsteams, Masaru Yoshida, Jon Calleja, Konrad Bienkowski, Albert Seo, Claudio Briciu, Dr. Ciprian Cristea, Gunnar Zie, Claudia Guacaneme und Margarita Mercado.
Herr Yoshida wird uns tatkräftig bei der Bearbeitung der national und international tätigen japanischen Kunden voranbringen. Herr Calleja bearbeitet mit seinem Vater Eugenio den iberischen und Konrad mit seinem Vater Jurek den polnischen Markt. Herr Seo entwickelt für uns den koreanischen Markt, die Herren Briciu, Dr. Cristea und Ziem den rumänischen. Und auch die kolumbianische Gummiindustrie wächst und wirs charmant betreut durch Frau Betancourt, Frau Guacaneme und Frau Mercado.

Im Zuge unserer Vorbereitungen zur Chinaplas 2014 dann noch zu lesen: Was deutsche Unternehmen in China treibt. Ein Beitrag den wir Dank der Zustimmung der DCW und den beiden Autoren, Rainer Gehnen und Stefan Kracht, veröffentlichen dürfen.

Und bitte schon einmal notieren: Am 15. und 16. Oktober findet unsere Open House 2014 statt.

Sie sehen: Wir machen uns weiterhin stark. Für Sie.

Bis hierher besten Dank für Ihre Aufmerksamkeit und viel Spaß beim (Weiter-) Lesen und Betrachten wünscht

Ihr DESMA Team

26. Nov. 2013

Bilder einer Ausstellung, Teil 1: Die K 2013

Performance.Produktivität.Profitabilität. mit diesem Motto präsentierte sich DESMA auf der K 2013 erfolgreicher denn je.
Neben Highlights wie den beiden DESMA Spritzgießmaschinen aus der S3 Baureihe, stellte DESMA auch Innovationen wie die Mehrachsen-ServoGear-Hydraulik und erstmals die EcoSilence-Temperiergeräte vor. Eine neue Technologie, mit der sich Energieeinsparungen von bis zu 50% realisieren lassen, jeweils abhängig vom Artikel und Produktionszyklus sowie im Zusammenspiel mit der DESMA EnergyControl-Software. Für satte Materialeinsparpotenziale bietet DESMA die innovativen Kaltkanalsysteme. Nicht nur der patentierte FlowControl-Kaltkanal, der bereits 2006 damit ausgezeichnet wurde, sondern auch der ZeroWaste-ITM Topf, Preisträger des Jahres 2012, haben den Product Award der Deutschen Kautschukgesellschaft erhalten.  Aus der Vision K 2010 konnte DESMA auf der diesjährigen K-Messe im Bereich der Prozessautomatisierung das zukunftsweisende MoVis-System anbieten. Ein hocheffizienter Formoberflächenscanner zur Optimierung der Formenstandzeiten.

Wie Maschinenprozesse einfach optimiert und beherrscht werden können demonstriert DESMA mit dem erweiterten Propter-System. Eine Serviceleistung, die beispielsweise beim Anlauf von Neuartikeln oder der Optimierung bestehender Prozesse zeit- und situationsabhängig bereitgestellt wird. Gemeinsam mit der RheinChemie wurde zudem das BlendIn-Verfahren präsentiert: ein innovatives Konzept zur kontinuierlichen Herstellung von Gummimischungen.  

Eine Premiere gab es für das neue DESMA E-Training sowie die Erstauflage des DESMA Handbuchs „Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren“. So bietet DESMA nicht nur das klassische Schulungsangebot, sondern auch kundennahe Möglichkeiten mit Zugang zu maßgeschneidertem Fachwissen (mehr Informationen zum DESMA E-Training und Handbuch erfahren Sie im nächsten Artikel).

Performance.Produktivität.Profitabilität. steht bei DESMA im Fokus. Dies bestätigte nicht nur die hohe Besucherfrequenz auf dem Messestand, sondern auch eine hohe Anzahl an neuen Geschäftskontakten. Fazit: Für DESMA war die K 2013 durchweg positiv!

Hier geht's zur K Bildergalerie

26. Nov. 2013

Bilder einer Ausstellung, Teil 2: Die Rubber-Expo

Internationale Rubber Expo 2013 in Verbindung mit einer Ausstellung moderner Werkstoffe für die Gesundheitsindustrie

Die DESMA US-Tochterfirma stellte verschiedene Maschinen inklusive Formen während der Rubber Expo in Cleveland aus. Diese internationale Messe setzt Schwerpunkte im Bereich Rohstoffe und Ausstattung für den industriellen Gummispritzgießbereich (Reifen ausgenommen).

Für diesen Markt präsentierte DESMA mehrere Maschinenbeispiele und die entsprechenden Formenbaukapazitäten. Auf dem Messestand konnten die
D 968.250 S3 Servo-Maschine und eine ALPHA 100-Maschine, die bei DESMA in Indien produziert wurde, live besichtigt werden. Diese beiden Maschinen waren speziell ausgesucht worden, um einen guten Einblick in die breite Produktpalette geben zu können. Ein weiteres Exponat war ein FlowControl-Kaltkanalblock aus dem eigenen Formenbau der in Nordamerika ansässigen Firma. Mit schematischen Darstellungen erläuterte das Messeteam der DESMA USA im Detail die Funktionsprinzipien seiner Kaltkanalsysteme, die sowohl mit geschlossenen als auch mit offenen Düsen verfügbar sind.

Die diesjährige Rubber Expo war gut besucht und generierte mehr als 50 konkrete Anfragen, darunter mehrere von Neukunden mit Projekten, welchen das Expertenwissen der DESMA in den USA in puncto Formenbau und Prozessentwicklung im vollen Umfang zugutekommt.

Ein Mitarbeiter der Firma Wickert aus Landau – Hersteller von Hydraulikpressen – war ebenfalls vor Ort. Die Wickert Produktlinie hat sich für die DESMA in Hebron/Kentucky zu einem ansehnlichen Geschäftsbereich entwickelt, der ihre Kompetenz in der Spritzgusstechnologie bestens ergänzt.

26. Nov. 2013

DESMA bringt Expertenwissen auf den Bildschirm und auf den Schreibtisch

Mit der neuen E-Training-Plattform bringt die Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen, Expertenwissen zum Thema Elastomerverarbeitung auf heimische Bildschirme. Mit dem webbasierten, interaktiven Lernprogramm spricht der Maschinenhersteller in erster Linie die Mitarbeiter seiner Kunden an, die sich, unabhängig vom Trubel des Tagesgeschäfts, weiterbilden können oder ihr Wissen auffrischen wollen. Abgerundet wird das Angebot zur Wissensvermittlung durch die Vorstellung des neuen Handbuchs „Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren“

Ganzheitlicher Zugang zu wertvollem Fachwissen.

Ein besonderer Fokus richtet sich an die Maschineneinrichter und -bediener. Um moderne Fertigungssysteme optimal zu beherrschen und alle Möglichkeiten effektiv nutzen zu können, ist breites Fachwissen nötig, was eine ständige Weiterbildung erfordert. Oft fehlt hierzu die Zeit. Zudem werden immer häufiger Fertigungsprozesse kundennah verlagert, um etwa Just-in-Time liefern zu können. Dabei steht vielfach nur die Anlage im Mittelpunkt, während die neuen Mitarbeiter oftmals mit technischen Anforderungen überrollt werden.
Doch auch in etablierten Betrieben besteht Wissensbedarf – und wenn es sich nur um das Auffrischen längst vergessener Details handelt.

Für all diese Fälle bietet DESMA neben den klassischen Schulungen von der Maschinenbedienung bis hin zu anwendungstechnischen Kursen jetzt zwei neue Möglichkeiten zum maßgeschneiderten Lernen von Fachwissen,

  • die interaktive Wissensplattform E-Training – und
  • das neue Handbuch „Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren“.

Das E-Training bietet angemeldeten Usern den Zugang zu Expertenwissen auf dem aktuellen Stand der Elastomerverarbeitung. Die Verarbeitung von Elastomeren und die Spritzgießtechnik von Grund auf zu verstehen ist ein Ziel. Ein großer Vorteil ist, dass die User dieses Wissen anschließend direkt in ihrem Unternehmen umsetzen können.

Aktuell stehen auf der interaktiven Wissensplattform neben einer Einweisung vier Lernmodule zur Verfügung:

  • Elastomerverarbeitung – Definitionen, Thermoplastische Elastomere (TPE), Verfahrenstechnik des Spritzgießens von Elastomeren, Einspritz- und Nachdruckphase sowie Kaltkanaltechnik
  • DESMA Gummi-Spritzmaschinen & Equipment – Vorstellung der aktuellen S3-Baureihe
  • Steuerung DRC2020HT – Vorstellung und Erklärung der Bedieneinheit mit den Grundbedienerseiten sowie Beispielen für die Bedienung
  • Fehler beim Spritzgießen – Erklärungen zu den Einflussfaktoren sowie Beispiele wie Gaseinschlüsse, ungenügend vernetzte Stellen, Einspaltungen und Risse an Artikeln (Backgrinding) oder vorzeitiges Anvulkanisieren (Scorch).

Das inhaltliche Angebot wird kontinuierlich erweitert. Die Bedienung ist überaus einfach und unkompliziert. Wie in einem Lehrbuch lassen sich die Seiten durcharbeiten. Ergänzt werden die Beschreibungen und Erläuterungen durch zahlreiche Grafiken und Bilder sowie Animationen oder Videos.
Zu jedem Lernblock ist die voraussichtliche Lernzeit angegeben. Wer will, kann abschließend sein Wissen im Rahmen einer kleinen Prüfung testen.
Ein weiteres großes Plus der zweisprachigen (deutsch/englisch) Wissensplattform ist ihre weltweite Verfügbarkeit. Egal wo, ob am heimischen PC oder unterwegs mit dem Smartphone, die webbasierte Wissensplattform ist weltweit zu erreichen. Es ist lediglich eine Anmeldung erforderlich.

Ergänzend dazu stellt das Unternehmen sein neues Handbuch „Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren“ vor. Von der Projektierung über den Werkstoff, die Fertigungsmethoden samt Fertigungseinrichtungen hin zur Prozessführung, der Einstellstrategie und der Prozessoptimierung bietet das Buch geballte Informationen.
Anmeldungen für das E-Training unter www.e-training.desma.biz

26. Nov. 2013

Reproduzierbare Elastomerverarbeitung - Flexibel dank FlowControl und PressureSense

Erstmals präsentiert die Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen, ihre neue Düsentechnologie FlowControl-PressureSense der Fachöffentlichkeit. Das System schließt die Kaltkanaldüsen in Abhängigkeit vom Forminnendruck. Damit lassen sich unter anderem Chargenschwankungen ausgleichen und der Füllgrad der Kavitäten reproduzierbar steuern. Überdies ermöglicht der PressureSense-Modul die Produktion von Artikeln aus einem Werkzeug mit unterschiedlich großen Kavitäten. Übrigens lässt sich der PressureSense-Modul nachrüsten.

Flexibler Energieeintrag spart Heizzeit.

Seit gut zehn Jahren gilt die FlowControl-Kaltkanaltechnik der DESMA als Synonym für Prozessoptimierung und Kapazitätssteigerung, verkürzte Heizzeiten sowie reduzierte Material- und Produktionskosten. In Verbindung mit dem neuen Modul PressureSense lässt sich die Produktion deutlich flexibilisieren.
Das patentierte FlowControl-Kaltkanalsystem ist für nahezu alle Elastomere geeignet. Es ist mit individuell steuerbaren Verschlussdüsen ausgestattet. Das ermöglicht es die Düsen flexibel anzuordnen und in einem Werkzeug Formteile unterschiedlicher Größe zu produzieren.
Zur Minimierung von Druckverlusten kommt die FlowControl-Technik ohne störende Nadeln im Mischungskanal aus. Lediglich am Düsenaustritt befindet sich ein kurzer, 15 mm langer Nadelstumpf.
Ein Vorteil ist, dass der durch die Friktion beim Materialaustritt entstehende Wärmeeintrag an der Düsenspitze sofort an den gekühlten Düsenstock weitergeleitet wird. Das wiederum vermeidet den Wärmeeintrag in den Mischungskanal – und damit eine unkontrollierte Erhöhung der Massetemperatur.
Betätigt werden die FlowControl-Düsen über einzelne Hydraulikzylinder, die in einer separaten Platte integriert sind, welche hinter dem eigentlichen Kaltkanalblock angeordnet ist. Die Kraftübertragung auf die Verschlussdüsen erfolgt von außen über Zug-Druckstangen. Ein Hydraulikblock in der Spritzgießmaschine übernimmt die Ansteuerung der einzelnen Zylinder. Die autarke Steuerung und Betätigung der Einzeldüsen ermöglicht eine variable Düsentrennung. Dabei werden die Abschaltpunkte je Düse über das eingespritzte Volumen oder zeitgesteuert an der Maschinensteuerung eingegeben. Die einmal gespeicherten Daten stehen auch bei späteren Formenwechseln zur Verfügung.

Neu: Kaltkanaldüsen schließen abhängig vom Forminnendruck.

Als Option zur Bestimmung der Abschaltpunkte je Düse bietet DESMA das Modul FlowControl-PressureSense an. Dazu messen Drucksensoren in den Kavitäten den Forminnendruck. Ist der vorgegebene Füllstand erreicht, erfolgt ein Signal zum Verschließen der Düse. Eine manuelle Anpassung aufgrund von Chargenschwankungen der Mischung oder bei unterschiedlich großen Artikeln und den damit verbundenen unterschiedlichen Volumina ist dann nicht erforderlich.
Der Druckverlauf wird auch während der Heizzeit grafisch auf dem Display der Steuerung dargestellt. Dadurch lässt sich der optimale Abschaltpunkt problemlos ermitteln.

Vorteile von FlowControl-PressureSense sind ein konstanter, reproduzierbarer Füllgrad und somit eine gleichbleibende Artikelqualität bei geringstem Materialaustrieb.
Der FlowControl-PressureSense-Modul lässt sich für bestehende Formen und FlowControl-Kaltkanalsysteme nachrüsten. Überdies stehen interessierten Kunden für Tests oder Versuche mehrere FlowControl-Kaltkanäle mit entsprechender PressureSense-Ausrüstung im DESMA-Technikum in Fridingen zur Verfügung.

26. Nov. 2013

Wir erweitern unser Vetriebsteam

 

Jon Calleja, Konrad Bienkowski und Masaru Yoshida mit unserem Vertriebsleiter Harald Schmid

Das Team von Albert Seo - Costar IT

Claudiu Briciu...Dr. Ciprian Cristea und Gunnar Ziem vom Team RUBIO Rumänien

Diana Betancourt mit ihrem Team Parabor aus Kolumbien

26. Nov. 2013

Was deutsche Unternehmen in China treibt

Deutsche Unternehmen vertrauen auf ihre Wettbewerbsfähigkeit

Ergebnisse der Umfrage „2012 – A Turning Point for Doing Business with China?“
DCW-Fiducia-Studie 2012:

  • Teilnehmer: 110 deutsche Unternehmen. Davon:
    • 68% im Yangtzefluss-Delta / Greater Shanghai Region
    • 50% seit mehr als 10 Jahren in China
    • 60% Industrieunternehmen
    • ca. 25% mit Weltjahresumsatz von 51-500 Mio. EUR, ca. 20% über 500 Mio. EUR
    • Ø-Anteil des Chinaumsatzes am Weltumsatz: 19%
  • Umsatz: 50% planen für 2013 ein Plus von 11% oder größer.
  • Kosten: 55% können Kostensteigerung durch Erhöhung der Produktivität ausgleichen.
  • Gewinn: 80% erwarten profitables Chinageschäft in 2013.
  • Marketing: 62% passen ihr Produktprogramm spezifischen Marktbedingungen in China an.
  • Go Out / Go West: 12% haben Beschaffung oder Produktion außerhalb Chinas verlagert 32% der Unternehmen planen zusätzliche Niederlassungen in Zentral- und Westchina, 38% im Perlflussdelta.

Stimmungsbild der deutschen Wirtschaft in China

China und Deutschland gehören zu den jeweils am stärksten wachsenden Volkswirtschaften ihrer Region. Deutschlands Sozialprodukt wuchs in 2011 um ca. 3 Prozent (Europa gesamt: 1,2 Prozent). Im selben Jahr lag Chinas Wachstum bei 9,1 Prozent (Asien gesamt: 7,9 Prozent). Die bilateralen Handelsbeziehungen entwickelten sich mit einem Plus von 30 Prozent sehr dynamisch. So lag das gesamte Handelsvolumen in 2011 bei 144 Milliarden EUR (2010: 111 Milliarden EUR). Davon entfielen 79 Milliarden EUR auf die deutschen Exporte nach China, während die chinesischen Exporte nach Deutschland 65 Milliarden EUR betrugen.
Beide Länder stehen in 2012 gleichwohl vor besonderen gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen. Während die Perspektive Deutschlands in ökonomischer Hinsicht vorrangig von exogenen Faktoren beeinträchtigt wird, insbesondere der europäischen Finanz- und Staatsschuldenkrise, sind es in China überwiegend innere Aspekte, welche die zukünftigen Wachstumschancen determinieren. Hier ist vor allem die dringend notwendige, und von der chinesischen Regierung auch beabsichtigte, umfassende Modernisierung des Wirtschafts- und Sozialsystems zu nennen. Die selbst gesteckten Ziele - wie höhere Innovationsfähigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Stärkung der privaten Kaufkraft - sind im aktuellen Fünfjahresplan umfänglich beschrieben. Offen ist, inwieweit - und vor allem wie schnell - China die hierfür notwendigen Reformen einleitet und umsetzt.
Vor diesem Hintergrund haben die DCW und Fiducia Management Consultants Anfang September 2012 für dieses Jahrbuch eine Befragung unter deutschen Unternehmen durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, festzustellen, wie deutsche Unternehmen in China angesichts der unsicheren Wirtschaftslage ihre zukünftige Geschäftsentwicklung einschätzen und welche Strategien sie dabei verfolgen. Trotz des kurzen Zeitfensters der Befragung haben sich 110 Unternehmen beteiligt, denen wir herzlich für ihre Unterstützung danken.

Chart 1: Industry breakdown
Chart 2: Years of market presence
Chart 3: Size of the company

Die an der Umfrage beteiligten Unternehmen spiegeln die Zusammensetzung der deutschen Wirtschaft insgesamt in China wider. Ca. 60 Prozent der beteiligten Unternehmen waren Industrieunternehmen. Sie kommen überwiegend aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Automobil, Elektronik und Chemie.
30 Jahre nach Marktöffnung ist die große Mehrheit der in der zweitgrößten Volkswirtschaft engagierten deutschen Unternehmen „China-erfahren“. Nur rund ein Fünftel der an der Umfrage beteiligten Unternehmen sind „China-Newbies“ und haben ihren Markteintritt vor weniger als 5 Jahren begonnen. 30 Prozent sind zwischen 5 bis 10 Jahren auf dem chinesischen Markt präsent. Rund ein Drittel der Unternehmen 11-20 Jahre. Ca. ein Fünftel der deutschen Unternehmen im Reich der Mitte können sich mit einer Marktpräsenz von mehr als 20 Jahren als „Old China-Hands“ bezeichnen.
Kleine und mittlere Unternehmen stellen die Mehrheit der deutschen Investitionen in China. 57 Prozent der an der Umfrage beteiligten Unternehmen haben einen Weltjahresumsatz von weniger als 50 Millioen EUR. Rund ein Viertel verfügt über einen Weltjahresumsatz zwischen 51 und 500 Millionen EUR. Ca. 1/5 der Unternehmen gaben einen Weltjahresumsatz von über 500 Millionen EUR an. Dabei ist seit Jahren der Trend zu beobachten, dass es immer kleinere Unternehmen sind, die den Schritt nach China wagen. Gefragt nach den Investitionsmotiven liegen für deutsche Unternehmen die Absatzpotentiale Chinas an erster Stelle. Niedrige Kosten für Beschaffung und Produktion sind für die meisten Unternehmen wichtig, aber nachrangig.

Unternehmenswachstum stärker als GDP-Wachstum

Chart 4: GDP growth expectations

Die deutsche Wirtschaft geht von einer deutlichen Konsolidierung des gesamtwirtschaftlichen Wachstums in China aus. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) der befragten Unternehmen erwarten für 2013 ein Wachstum von rund 6 Prozent oder weniger. Weitere 36 Prozent schätzen ein GDP-Wachstum von ca. 7-8 Prozent. Nur eine kleine Minderheit (8 Prozent) der befragten Unternehmen geht von einer Wachstumsrate über 8 Prozent aus.
Als die drei größten Herausforderungen für die Entwicklung Chinas 2013-2015 bewerten die Unternehmen laut Umfrage die Steigerung der Arbeitskosten, den Rückgang bei der Auslandsnachfrage und eine weitere Aufwertung des RMB.

Chart 5: Company revenue growth expectations

Traditionell engagieren sich deutsche Unternehmen in China in Märkten, die stärker als das GDP wachsen. Es überrascht daher nicht, dass die Erwartung zur eigenen Umsatzentwicklung in China deutlich positiver ausfällt als hinsichtlich der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Dazu kommt, dass das GDP-Wachstum inflationsbereinigt berechnet wird, die eigene Umsatzentwicklung nicht. Die Hälfte aller Unternehmen der Umfrage plant für 2013 ein Umsatzplus von 11 Prozent oder mehr. Ihnen stehen 15 Prozent der Unternehmen gegenüber, die von einem Umsatzrückgang für das nächste Geschäftsjahr ausgehen. Die Grafik x zeigt, dass die Unternehmen verschiedener Branchen unterschiedliche Zukunftserwartungen haben. Am optimistischsten sind die Beratungsunternehmen. Über 60 Prozent planen ein Umsatzplus von 11 Prozent oder mehr Dies weist auf einen stärker werdenden Dienstleistungsanteil der chinesischen Wirtschaft hin. Überdurchschnittlich hohes Umsatzwachstum wird außerdem im Maschinen- und Anlagenbau sowie bei elektronischen Produkten erwartet.

Chart 6: China turnover to world turnover

Für viele deutsche Unternehmen hat der Chinaumsatz einen bedeutsamen Anteil am Weltumsatz erreicht. 42 Prozent aller befragten Unternehmen gaben an, dass ihr Umsatz in China einen Anteil von 10 Prozentoder mehr am Weltumsatz beträgt. Der chinesische Markt leistet für immer mehr Unternehmen aus Deutschland einen immer signifikanter werdenden Beitrag zur eigenen Internationalisierung. Im Durchschnitt der Umfrageteilnehmer beträgt der Anteil des Chinaumsatzes am Weltumsatz 19 Prozent.
Die Grafik x zeigt, dass je größer das deutsche Unternehmen weltweit ist, desto geringer dessen Abhängigkeit vom / bzw. die Fokussierung auf den chinesischen Markt ist. Dies ist sicher teilweise dadurch begründet, dass insbesondere Dienstleister häufig einen besonderen Schwerpunkt auf China legen, während produzierende Unternehmen grundsätzlich eine „globalere“ Strategie verfolgen.

Chart 7: EBIT

Die überwiegende Mehrheit der deutschen Unternehmen in China operiert profitabel. Ca. 80 Prozent der teilnehmenden Unternehmen planen für den Zeitraum 2013-2015 einen positiven EBIT. Unter den Unternehmen mit der Erwartung eines negativen EBIT befinden sich erwartungsgemäß vor allem solche, die erst seit vergleichsweise kurzer Zeit auf dem chinesischen Markt sind.

Anpassung des Produktprogramms an Markterfordernisse

Chart 8:„Dual brand“

Neben dem Ausbau und der Optimierung der Verkaufs- und Distributionsstrategie sehen deutsche Unternehmen laut Umfrage in der Innovation von Produkten und Services die wichtigste Maßnahme zur Erreichung ihrer Umsatzziele. Die Mehrheit der deutschen Unternehmen passt ihr Produktprogramm den lokalen Bedingungen an. 62 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, dass sie nicht einfach dieselben Produkte wie auf dem deutschen Heimatmarkt anbieten. Die Abbildung x zeigt, dass Überlegungen zur Kosten- und Preissenkung hierbei nur für eine Minderheit (32 Prozent) deutscher Unternehmen das ausschlaggebende Motiv sind. Die Mehrheit (59 Prozent) der deutschen Unternehmen sieht vielmehr in der funktionellen Anpassung ihrer Produkte an  die Bedürfnisse des lokalen Marktes den Hauptgrund für Maßnahmen zur Produktdifferenzierung. Deutsche Unternehmen positionieren sich auch in China als Technologie- und Qualitätsführer.

Kosteneffizienz und Profitabilität nehmen ab

Chart 9: Costs increaseChart 10: ProductivityAls größten Kostentreiber sehen deutsche Unternehmen die Lohnentwicklung. Für 2011 verzeichnen 71 Prozent der Umfrageteilnehmer eine Steigerung der Arbeitskosten von 11 Prozent oder mehr. Hohe Kostensteigerungen konstatieren deutsche Unternehmen ebenfalls für die Bereiche Logistik und Landnutzungsrechte.

Nur etwas mehr als die Hälfte der deutschen Unternehmen (55 Prozent) können die Kostensteigerung durch eine entsprechend höhere Produktivität ausgleichen bzw. sogar mehr als wettmachen. Für 45 Prozent der Umfrageteilnehmer hingegen steigen die Kosten stärker als die Produktivität. Knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen erwartet also kurz- bis mittelfristig eine Verschlechterung der Gewinnsituation bzw. der Umsatzrentabilität.
Die wichtigsten Maßnahmen, um die Profitabilität zu erhöhen, sehen die Unternehmen laut Umfrage in der „Optimierung der Beschaffungskosten“ sowie in der „Verbesserung des Cash-Flow-Managements“.

Internationalisierung des Renminbi (RMB)

Chart 11: Payment in RMB

Die internationale Beschaffung deutscher Unternehmen in China wird zunehmend in RMB abgewickelt.
Für 2012 planen noch die Hälfte aller deutschen Unternehmen ihre Einkäufe nicht oder nur in geringem Umfang (<= 10 Prozent der Gesamtbeschaffung) in RMB zu bezahlen. Bis 2015 wird dieser Anteil auf rund ein Drittel zurückgehen.
Entsprechend wird der Anteil der deutschen Unternehmen, die für ihre Einkäufe in China  RMB verwenden, deutlich zunehmen. Für 2012 sind es nur 31 Prozent der befragten Unternehmen, die mehr als 20 Prozent ihrer Einkäufe in RMB bezahlen. Für 2015 planen bereits 46 Prozent einen entsprechend RMB-Anteil von mehr als 20 Prozent.
Deutsche Unternehmen können somit zunehmend Währungs- und Wechselkursrisiken bei Beschaffungs¬vorhaben in China minimieren und Wechselkursverluste verringern.

Standorte im Landesinneren für arbeitsintensive Produktion

Chart 12: Company locations

Deutsche Unternehmen haben bislang ganz überwiegend in den am meisten entwickelten Regionen entlang der Ostküste investiert. Mit 68 Prozent der Umfrageteilnehmer befinden sich mit Abstand die meisten deutschen Unternehmensgründungen im Yangtzefluss-Delta / Greater Shanghai Region. Weitere wichtige Regionen für deutsche Investitionen sind das Perlflussdelta um Hongkong/Guangzhou (16 Prozent) und die Bohai-Region um Beijing/Tianjin (10 Prozent).

Chart 13: New presences

Dieselben Regionen sind auch die beliebtesten Standorte für weitere Investitionen deutscher Unternehmen in China. Es ändern sich aber die Gewichtungen. So ist das Yangtzeflussdelta „nur“ noch Zielregion für 51 Prozent der befragten Unternehmen. Stark zulegen können das Perflussdelta (38 Prozent) und die Bohai-Region (34 Prozent). Der stärkste relative Zuwachs kann bei neuen Investitionsvorhaben für die Provinzen in Zentral- und Westchina verzeichnet werden. 32 Prozent der Unternehmen planen dort zusätzliche Niederlassungen bzw. Betriebsstätten zu errichten. Deutsche Unternehmen folgen also durchaus dem Ruf „Go West“ der chinesischen Zentralregierung. Gleichzeitig ist fest zu stellen, dass die Küstenregionen trotz Kostensteigerungen nach wie vor attraktive Standorte für Investitionen deutscher Unternehmen sind.

Die Beliebtheit einer Region hängt von der Gewichtung der Standortfaktoren ab. So werden Regionen im Landesinneren, z.B. Chongqing, hinsichtlich der Verfügbarkeit von Personal besonders positiv bewertet. Die Regionen Yangtzedelta und Bohai sind besonders dann interessant, wenn infrastrukturelle Bedingungen von relativ hoher Bedeutung für die Standortwahl sind.
Laut Umfrage sieht übrigens nur eine Minderheit von 12 Prozent der befragten Unternehmen in der teilweisen Verlagerung von Produktion nach außerhalb Chinas für sich eine geeignete Option, dem Kostendruck in China zu entgehen.

Benachteiligung ausländischer Unternehmen und Korruption

Chinesische Unternehmen werden als zunehmend stärker werdende Wettbewerber wahrgenommen. Laut Umfrage wird der zukünftige Konkurrenzdruck seitens chinesischer Anbieter noch stärker als der von anderen ausländischen Unternehmen bzw. von Hongkong und Taiwan eingeschätzt.

Als „Wettbewerbsvorteile“ für chinesische Unternehmen wird gleichwohl relativ selten deren Fähigkeit zur Produktentwicklung genannt. Nur 7 Prozent der Befragten gaben dies an. (Dabei wird hier die Produktqualität privater chinesischer Unternehmen gegenüber staatlichen Unternehmen eindeutig stärker gewertet.) Weitaus häufiger weisen die befragten Unternehmen auf die Bevorzugung chinesischer Unternehmen bei Subventionen (21 Prozent) und bei staatlichen Kontrollen hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften (17 Prozent) als Gründe für das Erstarken der lokalen Konkurrenz hin. Nach wie vor sehen sich viele ausländische Unternehmen in China von den staatlichen Stellen unfair behandelt.

Getrübt wird die Stimmung deutscher Unternehmen in China zudem durch die anhaltend hohe Korruption im Land. Nur ein Fünftel der befragten Unternehmen gab an, dass sich die Geschäftspraktiken in Bezug auf unrechtmäßige Vorteilsannahmen und –gewährungen verbessert haben. Die Hälfte aller Unternehmen hat aufgrund von Korruption schon Umsatzeinbußen erleiden müssen. Laut Umfrage haben viele deutsche Unternehmen in China Anti-Korruptionsrichtlinien beschlossen (45 Prozent) und führen entsprechende Trainingsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter durch (38 Prozent).

Fazit

Die DCW-Fiducia-Umfrage 2012 zeigt, dass deutsche Unternehmen von einer Abkühlung der chinesischen Wachstumsdynamik insgesamt ausgehen. Gleichzeitig wird der chinesische Markt als so attraktiv eingeschätzt, dass eine weitere Expansion der Geschäftstätigkeiten deutscher Unternehmen in China geplant ist. Da das Wachstum in anderen Weltregionen schwächer als das chinesische ist, wird China – trotz der erwarteten Konsolidierung – immer wichtiger in den Internationalisierungsstrategien deutscher Unternehmen.

Dabei rechnen die Unternehmen mit einem starken Kostensteigerungsdruck. Sie beabsichtigen, diesen Kostendruck durch eine Erhöhung der Effizienz sowohl auf der Beschaffungs- als auch der Vertriebsseite zumindest teilweise aufzufangen. Grundsätzlich gehen viele Umfrageteilnehmer in den nächsten Jahren gleichwohl von einem Absinken der Profitabilität ihrer Chinaaktivitäten aus. Wenn die Höhe der Arbeitskosten bzw. das Angebot an preiswerter Arbeitskraft der wichtigste Faktor bei der Standortentscheidung in China ist, sind Regionen/Provinzen im Landesinneren die erste Wahl.
Als große Hemmnisse sehen deutsche Unternehmen die anhaltend hohe Korruption und die Benachteiligung im Vergleich zu chinesischen Unternehmen, die dadurch unfaire Wettbewerbsvorteile erhalten.
Eine dominierende Wettbewerbsstrategie deutscher Unternehmen ist die marktorientierte Anpassung durch Produkinnovationen und –variationen. Dabei geht es den deutschen Unternehmen weit häufiger um die qualitative Anpassung an spezifische Kundenbedürfnisse in China als um simple Kosten- und Preissenkungen.

Autoren

Stefan Kracht
Fiducia Management Consultants
Unit 1907-1910, Central Plaza,
No. 227 Huangpi North Road,
Shanghai, 200003, China
info@remove-this.fiducia-china.com
www.fiducia-china.com

Stefan Kracht verantwortet als Managing Director das operative Geschäft Fiducias. Er berät internationale industrielle Mittelständler,
primär in den Branchen Auto, Chemie, Maschinenbau. Vor seinem Eintritt bei Fiducia gründete er in Shanghai eine Handelsfirma. Er
arbeitete als Unternehmensberater bei Bain & Co in London. An der London School of Economics erwarb er seinen Bachelor, an
der Kellog School of Management und der HKUST seinen Doppel-MBA. Er ist Aufsichtsratsmitglied des Management Consultancies
Association of Hong Kong und der Association for Corporate Growth China.

Das Unternehmen
Fiducia wurde 1982 mit der Vision gegründet, eine Brücke zwischen China und dem Westen zu schlagen. Heute unterstützen 100
multinationale Experten in Hongkong, Shanghai und Shenzhen internationale Kunden mit Beratungs- und Outsourcing-Dienstleistungen. Unsere Kunden können sich auf spezialisiertes Know-how, 30 Jahre Erfahrung im Chinageschäft und unser breites Netzwerk an internationalen Partnern verlassen, um sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren, und gleichzeitig gute Corporate Governance auf Basis unserer technologischen Plattform gewährleisten.

Rainer Gehnen
Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung e.V.
Unter Sachsenhausen 10-26
D-50667 Köln
Tel.: + 49 221 120 370
rainer.gehnen@remove-this.dcw-ev.de
www.dcw-ev.de

30. Sep. 2013

K-Messe: Die InnoLounge. Treffpunkt der Experten

Sehr geehrte Geschäftspartner, verehrte Kunden, liebe Freunde,

der zunehmende Termin- und Wettbewerbsdruck, die wachsende Komplexität und schnelle Veränderung unseres Geschäfts, die Prozessoptimierung, die schneller und perfekter  beherrscht werden muss und – in der Natur der Sache liegend - kein Ende findet, anspruchsvoller werdende Kunden, Gesellschafter und Mitarbeiter. Überall neue Herausforderungen, die von den Themen Performance, Produktivität und Profitabilität beherrscht werden. Themen, denen es sich gilt, im sportlich fairen und positiven Sinne zu widmen.

Performance. Produktivität. Profitabilität. Begriffe, die wir aber auch wohl überlegt zum – durchaus provozierendem - Leitthema unseres Auftritts zur K-Messe 2013 gewählt haben. Begriffe, die für Erfolg, Leistung und Gewinn stehen. Begriffe, die unser Denken und Handeln bestimmen, um gezielt dazu beizutragen, dass Sie Ihren beruflichen und unternehmerischen Erfolg, Ihre Leistungsfähigkeit und Ihren Gewinn heute und morgen sichern können. Nur wenn Sie mit unseren Produktionssystemen und Dienstleistungen stets erfolgreicher werden können, werden wir die Herausforderungen der Zukunft meistern.

In diesem Sinne haben wir für Sie das Beste aus unserem Hause zur Präsentation auf der K-Messe vorbereitet.
Hier eine Auswahl der von uns präsentierten Innovationen:

  • Die Weltpremiere unseres FlowControl-PressureSense, welches live auf unserer S3 400t BENCHMARK vorgeführt wird. Das FlowControl-PressureSense schließt die Kaltkanaldüsen in Abhängigkeit vom Forminnendruck. Somit werden Chargenschwankungen insbesondere bei Einlegeteiltoleranzen ausgeglichen, empfindliche Einlegeteile vor Beschädigungen geschützt und der Füllgrad der Kavitäten wiederholgenau gesteuert.

  • Live und in Farbe zeigen wir auf der horizontalen S3 300t SEALMASTER den temperierten ITM-Topf ZeroWaste zur angussfreien Direktanspritzung von Präzisionsartikeln in Verbindung mit dem formintegrierten Vakuumsystem zur schnellen Vorevakuierung.

  • In Verbindung mit dem ZeroWaste zeigen wir darüber hinaus unseren mit der Fa. NELA entwickelten MoVis Oberflächenscanner für die Formenzustands- und Entformkontrolle.

  • Die Welturaufführung unseres E-Trainings zum autodidaktischen Lernen des Spritzgießens und seines verfahrens-, produktions- und materialtechnischen Umfelds in Verbindung mit der

  • Vorstellung unseres Handbuchs  „Grundlagen des Spritzgießens von Elastomeren“.

  • Unser intuitiv bedienbares Visualierungstool DRC 2020 HT remote mit TeamViewer mit dem Stand der Technik entsprechenden 1:1 Anbindungen an Smartphone und Tablet Computer, EnergyControl zur Optimierung des Energieverbrauchs und SetupAssist zur Vereinfachung der Maschineneinstellung und –rüstung in Verbindung mit Verfahrensanweisungen.

  • PropterLight zur smarten Regelung der Prozesskonstanz.

  • NoBus zur drahtlosen Vernetzung von bis zu 50 Spritzgießmaschinen, um komplexe und aufwändige Produktionsinformationssysteme zu vermeiden, zu ergänzen oder zu ersetzen.

  • ServoGear zur geräuscharmen Reduzierung des Energieverbrauchs des Hydraulikantriebs, Erhöhung der Fahrgeschwindigkeiten und Präzisionsgenauigkeit der Bewegungsabläufe. 

  • ActiveFeed zur Erhöhung der Betriebssicherheit durch die aktiv angetriebene Streifenzufuhr.

  • EcoSilence Temperierung zur drastischen Einsparung von Heiz- und Kühlenergie bei gleichzeitig höherer Standzeit und geräuscharmen Betrieb.

Die Zeit bei uns ist bestimm gut investiert, um miteinander auch über den Erfolg von morgen zu sprechen. - Wir freuen uns auf ein Treffen mit Ihnen in der DESMA InnoLounge, dem Treffpunkt der Experten in Halle 16, Stand Nr. F56!


Bis hierher vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und auf ein Wiedersehen in Düsseldorf! 


Ihr Team von der DESMA

P.S. Bitte auch vormerken: Die Rubber Expo in Cleveland

22. Jul. 2013

Save the Date: DESMA auf der K Messe Düsseldorf

Mit unserem Know-how die innovativen DESMA Systemlösungen und Technologien noch intensiver nutzen. Wie?

Das können Sie am DESMA Messestand, Halle 16 F56, auf der K-Messe 2013 erfahren. Erleben Sie hier die DESMA Highlights und Innovationen – und holen Sie sich Ihren Schlüssel zu mehr Performance, Produktivität und Profitabilität in der Elastomerverarbeitung!
Ihre persönliche Einladung mit allen weiteren Details folgt demnächst.

Wir freuen uns schon auf Sie in Düsseldorf!

22. Jul. 2013

Weit weg, aber auch im Visier: Neue Vertretung für Australien, Neuseeland und Argentinien

Es macht uns unheimlich viel Spaß, in 46 Ländern aktiv zu sein. Auch deshalb ist es uns eine besondere Freude, Ihnen unsere Repräsentanten für Australien, Neuseeland und Argentinien vorstellen zu dürfen:

In Argentinien vertritt uns Raul Villarroel, der sich seit 2007 auf die Gummibranche spezialisiert hat.

Kontaktdaten Hr. Villarroel:
Tel.: +54 3543 422060
Mail: desma.argentina@remove-this.gmail.com

In Australien und Neuseeland werden wir von PBE-Roboplas Australia Pty.Ltd. – Francis Frutschi und seinem Team  betreut. Francis Frutschi ist seit 1997 erfolgreich in der Gummibranche unterwegs.

Kontaktdaten Hr. Frutschi:
Tel.: +61 2 96746511
Mail: Sales@remove-this.pbe-roboplas.com.au

22. Jul. 2013

Messerückblick: PLASTPOL in Kielce, Polen

Impressionen von unserem Messebesuch auf der PLASTPOL vom 07 - 10. Mai 2013!

 

 

22. Jul. 2013

Firma Karl Kühnlein GmbH – Der Spezialist in der Nische

Die Fa. Kühnlein fertigt in Mammendorf westlich von München mit über 50 Mitarbeitern Gummi-und Kunststoffprodukte für eine Vielzahl weltweiter Kunden aus allen Industriezweigen.
Vom Serienteil mit 2 Millionen Jahresbedarf für  den Automobilhersteller über Mittelserien für die Medizintechnik bis hin zum Spezialteil mit Stückzahl reicht die sehr große Palette an Teilen. Dabei werden fast alle am Markt verfügbaren Kunststoff-, Gummi - und Silikonqualitäten in verschiedenen Herstellverfahren verarbeitet.

1949 zunächst als Handelsunternehmen von Karl Kühnlein in München gegründet, hat sich das bis heute familiengeführte Unternehmen unter der Leitung der beiden Nachkommen Heike Fink und Klaus Kühnlein in den letzten Jahrzenten zu einem expandierenden Mittelständler mit Hang zu Speziallösungen entwickelt.
1990 wurde mit einem Neubau in Mammendorf der Expansion Rechnung getragen und der bis dahin noch existierende zweite Standort Puchheim integriert. Man ist allerdings jetzt schon wieder an der räumlichen Kapazitätsgrenze angelangt und will 2014 weiter expandieren.

Die Firma Kühnlein deckt das ganze Spektrum ab. Von der Projektierung, dem Anfertigen von Musterwerkzeugen über Nullserien bis hin zur automatisierten Großserie. Zertifiziert ist Kühnlein nach den gängigen Normen.
Kühnlein bietet alle üblichen Fertigungsverfahren von Kunststoff-Spritzguss über das Gummipressen zum Gummi- und Silikonspritzgießen. Insgesamt sind 14 Anlagen in der Gummi-Spritzgussabteilung im Einsatz sowie 5 Thermoplast-Spritzgießmaschinen.
Im Rahmen der Neuanschaffung einer servoangetriebenen DESMA 968.160 ZO (S3) Mitte 2012 wurde Klaus Kühnlein von DESMA Gebietsleiter Deutschland Süd, Peter Hurrle, zu seinen Erfahrungen mit der energiesparenden Spritzgießmaschine interviewt.


Herr Kühnlein, wie bewerten Sie die aktuelle Marktlage und wie definiert sich Fa. Kühnlein im globalen Markt?

Die jeweils aktuelle Marktlage ist für uns nicht so maßgebend; dadurch, dass  wir mit den Bereichen Medizintechnik, Automobil und Industrie gut aufgestellt sind, gleichen sich Schwankungen im einen oder anderen Bereich immer wieder aus.
Wir definieren uns durch Sonderlösungen in jeglicher Stückzahlkonstellation und werden auch in Zukunft auf den Standort Deutschland fixiert bleiben.
Wir wollen dem allgemeinen Trend ‚“noch mehr, noch größer“, nicht hinterherlaufen, sondern Speziallösungen hier in Deutschland fertigen, Kundenwünsche umsetzen und realisieren sowie die Kunden bei Problemen unterstützen. Dabei werden Neuentwicklungen über den Prototypenbau bis hin zu den Serien, die Kunden unterstützen, produziert; die dabei hergestellten Präzisions- und teilweise auch Mikroteile aus hochwertigen Materialen werden weltweit mit Schwerpunkt Europa vertrieben.


Welche Anstrengungen/Schwerpunkte  unternehmen bzw. setzen Sie, um auch in Zukunft erfolgreich am Markt zu agieren?

Hochqualifizierte Mitarbeiter einsetzen und natürlich die eigene Ausbildung weiterentwickeln bzw. verbessern, denn nur dies ist die Grundlage, um wirklich gute Produkte auf den Markt zu bringen und Prozesssicherheit bei der Herstellung zu gewährleisten.
Dazu braucht man natürlich auch einen Maschinenlieferanten, der das dafür  notwendige Equipment liefert, das störungsfrei funktioniert.
Für uns ist es extrem wichtig, dass wir auf Kundenwünsche flexibel reagieren können. Hier muss man auch die Materialien mit berücksichtigen, die modifiziert oder neu auf den Markt kommen, um dann die Spritzgießmaschine entsprechend auf die sich ändernden Gegebenheiten einzustellen – mit DESMA Maschinen sind wir dazu jederzeit in der Lage. Hier muss man immer auf dem neuesten Stand bleiben, um nicht einen Trend zu verschlafen.

Seit 1997, also seit über 16 Jahren, setzen Sie auf DESMA Spritzgießmaschinen, was waren Ihre damaligen Beweggründe?

Einen europäischen Lieferanten bzw. einen deutschen Lieferanten auszuwählen, nach Möglichkeit in erreichbarer Nähe, um optimalen Kundenservice zur Verfügung zu haben – den wir auch so haben und auch schätzen.

Es ist für uns ein sehr wesentlicher Punkt, dass die Maschinen ohne größere Ausfallzeiten laufen, da wir solche Stillstände über mehrere Wochen nicht akzeptieren können. Hier rächt sich dann eine vermeintlich günstigere Maschineninvestition als Bumerang im späteren Produktionsalltag.

 


Wie sehen Sie DESMA in ihrer Entwicklung in den vergangenen Jahren?

Die Fa. DESMA sehen wir als Partner, der Sondermaschinen nach Kundenwunsch baut, der im Prinzip versucht, jeden Kundenwunsch nach Möglichkeit zu erfüllen.
Die DESMA bringt permanent eigene Innovationen in ihre Maschinen ein und stellt damit für uns seit vielen Jahren ein interessanter Partner in dem Bereich Elastomerverarbeitung dar.


Im vergangenen Jahr haben Sie sich aus der neuen S3 Baureihe eine 160-t-Maschine angeschafft, was waren Ihre Beweggründe dafür?

Die schöne Farbe: Grau; ja als Künstler darf ich das wohl so sagen!
Nein, der wesentliche Entscheidungsgrund für die S3-Maschine war eigentlich das neue Schneckenaggregat mit der hydraulischen Rückstromsperre PlastControl, was für uns sehr wichtig ist. Da wir häufige Materialwechsel aufgrund kleinerer und mittlerer Stückzahlen haben, sind  sehr kurze Materialrüstzeiten enorm wichtig, denn sie reduzieren die Rüstkosten erheblich – mit dem neuen Spritzaggregat haben wir einen großen Schritt nach vorne gemacht.
Die Neuentwicklung ActiveFeed  hat uns in die Lage versetzt, dass ein Großteil der in der Vergangenheit schwierig einzuziehenden Gummimischungen, jetzt wesentlich besser zu verarbeiten ist.
Eine weitere Verbesserung ist die stabilere Bauart des Spritzaggregates, um größere Stopfvorrichtungen dranhängen zu können.
Mit den Vorteilen des servohydraulischen Antriebes und der ersichtlichen Positioniergenauigkeit – läuft die Maschine sauberer.
Was fasziniert, ist die fast lautlose Arbeitsweise, im Verhältnis zur normalen hydraulischen Maschine surrt sie nur noch, was natürlich auch das Betriebsklima für die Mitarbeiter entschärft. Lärm am Arbeitsplatz ist auf Dauer unangenehm bzw. gesundheitsschädlich. Dies alles ist mit ein Grund, in Zukunft weiter in die Richtung servoangetriebener Maschinen zu gehen. Nicht nur von der Energieseite her betrachtet – ein wesentlicher Punkt in unseren Augen –, sondern auch von der Lärmbelastung.


Haben sich Ihre Erwartungen an die neue S3 Generation erfüllt?

Diese Frage kann man eindeutig mit „Ja“ beantworten. In puncto Mehrkosten zwar ein höherer Aufwand, aber die Vorteile, die man dadurch hat, sind auf jeden Fall gerechtfertigt.


Welche weiteren Innovationen würden Sie sich seitens DESMA für die Zukunft wünschen?

Dass sie in ihrer Innovationstätigkeit nicht nachlässt und den Kunden auch in Zukunft in die Lage versetzt, konkurrenzfähige Produkte mit dem Equipment aus dem Hause DESMA herzustellen.


Inwieweit spielen die Energiekosten in Hinblick auf ein mögliches Einsparpotential bei der S3-Baureihe von ca. 30 % eine Rolle?

Sicherlich ist Energieeffizienz ein wesentlicher Faktor im Gesamtkostenpaket betrieblich gesehen, doch noch ist es der geringere Anteil in Relation zu den Lohnkosten. Wichtiger ist, dass eine Maschine gut und schnell funktioniert, da kann man mehr Potenzial herausholen. Die Energiekosten sind momentan auch mit der aktuellen Preissteigerung keine schöne Sache, aber gegenüber den Lohnkosten immer noch auf Platz zwei. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass wir an vielen Maschinen noch Handbedienung haben und dadurch gegenüber einem Verarbeiter mit automatisierter Fertigung aktuell noch einen etwas anderen Blickwinkel auf das Thema Energie haben. Deshalb kann man nicht alle Gummiverarbeiter über einen Kamm scheren. Nichtsdestotrotz liegt hier mit Sicherheit, je nach Fertigung, noch ein zu hebendes Potenzial.


Herr Kühnlein, wie wir wissen, sind Sie, neben Ihrer Funktion als Geschäftsführer der Karl Kühnlein GmbH, auch seit vielen Jahren in der Kunstszene in und um München aktiv. Welche Synergien können sich aus dem Job als Chef einer Gummifirma und als Kunstschaffender ergeben?

Ganz einfach gesagt: „Die Kreativität ist das Wichtigste!“ Dies braucht man bei beiden Bereichen, um weiterzukommen …

Vielen Dank Herr Kühnlein für Ihre interessanten Antworten. Wir vom DESMA Team wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und attraktive Projekte, bei welchen wir unsere Erfahrung und Kompetenz in Form von innovativen DESMA-Produkten mit einbringen dürfen.

Unter dem informativen Internetauftritt der Firma Karl Kühnlein GmbHwww.kuehnlein-gmbh.de – finden Sie weitere Informationen.

22. Jul. 2013

Hidden Champions – Aufbruch ins Reich der Mitte

Ein Beitrag aus dem Jahrbuch 2012 - 2013 der DCW (Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung e.V.) von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Simon.

Zur Rolle Chinas in Globalia

Globalia nenne ich die globalisierte Welt der Zukunft. Wer meint, die Globalisierung sei bereits weit fortgeschritten, der irrt. Die Globalisierung hat gerade erst begonnen und nimmt weiter Fahrt auf. Die zukünftige Bedeutung der Globalisierung lässt sich schwerlich überschätzen.

Die globale Musik im Jahre 2025 wird nach wie vor in den USA und in Europa spielen. Aber China kommt als sehr wichtiger dritter Spieler hinzu. Aus der bipolaren Bühne USA-Europa wird eine tripolare mit China als drittem Pol. Man kann auch von einer multipolaren Welt des Jahres 2025 sprechen, wobei neue Pole wie Brasilien und Indien aber ein deutlich geringeres Gewicht haben als der dritte Pol China.

Es ist hilfreich, diese absoluten und rangmäßigen Positionen der einzelnen Regionen zu verstehen. Bei der Auswahl und Bearbeitung von Märkten geht es jedoch nicht nur um die Marktgröße, die wir durch das Bruttoinlandsprodukt messen, sondern auch um das Wachstum eines Marktes. Marktanteile lassen sich bekanntlich leichter in wachsenden als in stagnierenden Märkten gewinnen. In der folgenden Abbildung werden deshalb beide Komponenten, Marktgröße und Marktwachstum, betrachtet.

Diese erweiterte Betrachtung führt zu wichtigen Erkenntnissen:

  • China hat den mit Abstand größten Zuwachs. Das ist nicht überraschend.

  • Die USA liegen im Zuwachs des BIP an zweiter Stelle und weit vor Indien und Brasilien. Das Startniveau spielt eben eine große Rolle, die ausschließliche Betrachtung von prozentualen Wachstumsraten kann leicht in die Irre führen.

  • Auch die EU weist einen beachtlichen Zuwachs auf, der ebenfalls über demjenigen von Indien und Brasilien liegt.

Zusammenfassend ergibt sich hieraus, dass deutsche Unternehmen generell zwei Prioritäten verfolgen müssen. Die erste Priorität ist die Sicherung der Marktpositionen in den hochentwickelten Märkten Europas und Amerikas. Als zweite Priorität ist der Aufbau von starken Marktpositionen vor allem in China, und nachfolgend in Indien und Brasilien zu nennen.

Es sei betont, dass es sich hier um eine gesamtwirtschaftliche und keine branchenbezogene Analyse handelt. Für einzelne Branchen können die Entwicklungen völlig anders ausfallen. Schon heute ist China und nicht die USA für viele Produkte der größte Markt. Beispiele dazu folgen später.

China im Vergleich

Bei Asien denkt man heute vor allem an China und Indien. Mit rund 2,6 Milliarden Menschen stellen diese beiden Länder 62 Prozent der Bevölkerung Asiens, die insgesamt bei 4,2 Milliarden liegt. China und Indien werden wegen ihrer ähnlichen Bevölkerungszahlen gerne in einem Zug genannt und als ähnlich angesehen. Doch das ist eine grobe Fehlwahrnehmung. Im Hinblick auf ihre Rolle in der Weltwirtschaft, ihren Entwicklungsstand und ihre Gesellschaften sind diese beiden Länder äußerst verschieden. Deshalb ist ein Vergleich sehr erhellend, insbesondere für die Beurteilung der Rolle Chinas. Das Über-einen-Kamm-Scheren rührt offenbar aus der Ähnlichkeit von Bevölkerungszahl und Wachstumsraten. Doch das sind auch schon die wichtigsten Parallelen. Man könnte sogar behaupten, dass China und Indien vor 35 Jahren wirtschaftlich ähnlicher waren als heute. In den siebziger Jahren lag das Pro-Kopf-Einkommen in beiden Ländern auf vergleichbarem Niveau. Seitdem hat es sich in China etwa verneunfacht, in Indien hingegen nur versechsfacht. Für 2010 übertrifft das chinesische Bruttoinlandsprodukt pro Kopf mit 4.382 Dollar das indische, das nur 1.632 Dollar erreicht, um mehr als das Zweieinhalbfache. Aber holt Indien nicht auf? Nicht wirklich! Oder: Zumindest bisher nicht! Von 2000 bis 2010 hat sich der Vorsprung Chinas sogar vergrößert, und zwar sowohl prozentual als auch absolut. In jedem einzelnen dieser Jahre war die reale Wachstumsrate des Bruttoinlandproduktes in China höher als in Indien. In den letzten Jahren hat sich sogar der prozentuale Abstand im Bruttoinlandsprodukt pro Kopf erhöht. Diese Tendenz wird sich im nächsten Jahrzehnt fortsetzen. Es sei denn, China fällt im Wachstum stark zurück und Indien erreicht deutlich höhere Wachstumsraten.

Eklatant sind auch die Unterschiede im Außenhandel. China exportierte 2010 Waren im Wert von 1.578 Milliarden Dollar und belegte damit Rang 1 der Exportnationen. Indiens Exporte erreichten in 2010 mit 220 Milliarden Dollar weniger als ein Siebtel des chinesischen Wertes. Während China ein positives Handelsbilanzsaldo von 182 Milliarden Dollar aufweist, liegt Indien mit 48 Milliarden Dollar im Minus. Diese Zahlen zeigen, dass beide Länder völlig unterschiedlich in die Weltwirtschaft integriert sind. Selbst die Berücksichtigung der indischen Dienstleistungsexporte ändert dieses Bild nicht wesentlich.

Sehr groß sind auch die Unterschiede zwischen den beiden Ländern im Bereich der Bildung. Nur 17 Prozent der Chinesen sind Analphabeten, hingegen 40 Prozent aller Inder. Die gute Bildung ist einer der Gründe dafür, dass zahlreiche deutsche Unternehmen, darunter viele Hidden Champions, in China Forschungs- & Entwicklungszentren ansiedeln.

China hat beim Ausbau einer modernen Infrastruktur einen riesigen Vorsprung. Die in der Architektur futuristischsten Städte der Welt findet man heute in China – Peking nach den Olympischen Spielen 2008, Shanghai nach der Expo 2010. Diese Städte sind zu Leuchttürmen moderner Infrastruktur geworden. Das ist weithin bekannt. Ins Staunen kommt man aber auch immer wieder, wenn man in China eine der über 50 Städte mit mehr als einer Million Einwohnern besucht. Diese Städte sind – zumindest in den Zentren – oft gleichermaßen modern wie die Megacities. Außerdem verfügt China über ein weit ausgebautes Netz an Autobahnen und Hochgeschwindigkeitsstrecken. Da deutsche Hidden Champions stark im High-Tech-Bereich engagiert sind, haben solche Entwicklungen für sie hohe Bedeutung.

Wenn man von den riesigen Staatsunternehmen und vor allem landesintern aktiven Firmen wie China Mobile, Post, Banken etc. sowie den relativ wenigen Großunternehmen wie Lenovo, Huawei oder Haier absieht, dann ist China stark durch Mittelständler geprägt. So stammen 68 Prozent aller chinesischen Exporte von Firmen mit weniger als 2.000 Mitarbeitern.1 China hat insofern eine gewisse Strukturähnlichkeit mit Deutschland.

Die Big Players sind heutzutage überall anzutreffen. Aber auch bei international aktiven Mittelständlern und insbesondere den Hidden Champions gibt es bereits heute eine sehr starke Präsenz in China. Manche Unternehmen sind sogar entschlossen, China zu ihrem zweiten Heimatmarkt zu machen, und handeln entsprechend. Getrag, ein führender Getriebehersteller, will den Umsatz in China von 276 Millionen Euro im Jahr 2011 auf eine Milliarde in 2016 steigern.2 Und die Relationen werden sich weiter zu Gunsten Chinas verschieben. Bis 2015 soll die Kapazität der chinesischen Autofabriken auf 37 Millionen Fahrzeuge pro Jahr steigen. Zum Vergleich: In Europa werden derzeit 13 Millionen Autos verkauft.3
Gerade auch bei Luxusprodukten nimmt die Bedeutung des chinesischen Marktes rapide zu. Im Jahre 2011 stieg der Export von Schweizer Luxusuhren nach China um 49 Prozent, China wurde damit zum drittwichtigsten Markt der Welt. Der größte Markt für diese Produkte ist Hongkong, seinerseits ein Teil Chinas, noch vor den USA.4 Doch der Luxusgüter-Markt wird in China weiterhin rasant wachsen, laut einer Prognose von McKinsey sogar um 18 Prozent pro Jahr bis 2015.5 

Ferdinando Beccalli-Falco, Chef von General Electric International, sagte: »Wir müssen chinesischer werden als die Chinesen.«6 – vielleicht ein bisschen übertrieben, aber in der Tendenz richtig. Manche Hidden Champions nehmen das wörtlich. Die Kölner Firma Igus, Weltmarktführer bei Kunststoff-Gleitlagern und Energieketten, hat sich sogar den Satz »Der beste Chinese kommt aus Köln« markenrechtlich schützen lassen.

China als Markt für Hidden Champions

In vielen Sektoren hat China die USA als größten Markt überholt oder wird dies in naher Zukunft tun:7

  • 2007: Stahlverbrauch, Mobiltelefone, Exporte

  • 2010: Energieverbrauch, Autos, Patente

  • 2014: Einzelhandelsumsatz, Importe

Oliver Wack vom Branchenverband VDMA urteilt: »China ist für deutsche Maschinen- und Anlagenbauer seit 2009 der wichtigste Markt.«8 Diese Chancen darf sich kein Unternehmen mit globalen Ambitionen entgehen lassen. Das gilt für große wie für mittelständische Firmen.

China bietet Hunderte von Industrieparks mit exzellenter Infrastruktur. Eine dieser Anlagen, die ich aus eigener Erfahrung gut kenne, ist die Wujin High-Tech Industriezone in der Jiangsu Provinz. Wujin hat zahlreiche Hidden Champions wie z.B. Bosch Rexroth (Weltmarktführer für Hydraulik), Karl Mayer (Weltmarktführer für Trikotmaschinen), Stabilus (Weltmarktführer für Gasfedern und hydraulische Schwingungsdämpfer), Mettler Toledo (Weltmarktführer für Präzisionswaagen), MAN Turbo (führendes Unternehmen für Turbomaschinen) oder Leoni (Weltmarktführer für Bordnetz-Systeme/Automobilkabel) als Investoren gewonnen. Auch die in der Nähe liegenden älteren Industriezonen Wuxi und Suzhou sind bei Hidden Champions aus dem deutschsprachigen Raum beliebt. Die Präsenz deutscher Firmen und insbesondere der Hidden Champions in China ist beeindruckend. Wir hören oft, dass China die »Fabrik der Welt« werden soll – eine Behauptung, die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit als richtig erweisen dürfte. China ist der Markt der Zukunft für Zulieferindustrie, Maschinenbau und Anlagenbauer und damit für viele Hidden Champions.

Seit geraumer Zeit erkannten neben dem produzierenden Gewerbe auch Service-Unternehmen die Chancen, welche ihnen China bietet. Die Dussmann Gruppe, eines der weltweit größten Dienstleistungsunternehmen, beschäftigt in China circa 2.700 Mitarbeiter. Bereits 1999 gründete die Deutsche Messe AG die Hannover Fairs Shanghai Ltd., um Aussteller zu akquirieren sowie Handelsmessen vor Ort zu organisieren. Würth, der weltweit führende Großhändler für Montageprodukte, verfügt über 31 Gesellschaften in China, Demag Cranes über 24 Servicezentren. Der Ventilator-Hidden Champion EBM Papst hat nach den Worten von Hans-Jochen Beilke, des Vorsitzenden der Geschäftsführung, in China 17 Vertriebsstandorte und beschäftigt dort 1.400 Mitarbeiter.

Chinesisch heißt nicht mehr billig

Chinesische Unternehmen dürften zu den schärfsten und gefährlichsten Konkurrenten der Hidden Champions werden. Diese Tendenz wird sich in den nächsten Jahren verstärken. Eine Fallstudie der chinesischen Firma Sany illustriert dies. Als ich 2010 die Betonpumpenfabrik von Sany in Changsha, der Hauptstadt der Provinz Hunan, zum ersten Mal besuchte, wurde ich überrascht. In der neuen Fabrik standen LKW-Chassis von Mercedes und Volvo aufgereiht. Auf meine Erstaunensäußerung erhielt ich die Antwort: »Wir montieren unsere Betonpumpen nur auf den besten LKWs der Welt.« Beim weiteren Rundgang durch die Fabrik sah ich dann Dieselaggregate von Deutz, Hydraulik von Bosch Rexroth und Steuerungen von Siemens. Und überall die gleichen Kommentare: »Wir verwenden nur die besten Komponenten, die es auf der Welt gibt.« Diese Einstellung scheint in China kein Einzelfall zu sein. So sagt Franz Michael Oppermann, Geschäftsführer der Gildemeister-Tochter DMG (Shanghai) Machine Tool Corporation: »Viele Kunden wollen deutsche Komponenten in den Maschinen haben.«9

Im Sommer 2011 hat Sany in Bedburg bei Köln die erste Greenfield-Fabrik eines chinesischen Unternehmens in Europa eröffnet. Auch hier fragte ich, warum man gerade den sehr teuren Standort Deutschland ausgesucht habe. Die Antwort: »Wir wollen ein Weltklasseunternehmen werden und als solches müssen wir am besten Produktionsstandort in der Welt vertreten sein.« Im Jahre 2009 ließ Sany bei Betonpumpen den langjährigen deutschen Weltmarktführer Putzmeister, einen klassischen Hidden Champion, hinter sich. Und im Januar 2012 schlug die Nachricht wie eine Bombe ein, dass Sany Putzmeister übernimmt. Ein chinesisches Unternehmen wird mit Produkten, deren Qualität man von Chinesen bisher nicht erwartet hat, Weltmarktführer und kauft die frühere Nummer 1 aus Deutschland. Diese Strategie zielt nicht nur auf  technologisches Know-how ab, sondern dient auch dem Erwerb eines bekannten Markennamens. Auf der Hannover Messe 2012 bemerkte der chinesische Regierungschef Wen Jiabao: »Wir wollen unsere Unternehmen darin unterstützen, starke Marken und Vertriebsnetze aufzubauen.«10 Der Vollständigkeit halber sei hinzugefügt, dass mittlerweile ein chinesisches Unternehmen, der Telekommunikationsausrüster Huawei, die meisten Patente in der Welt anmeldet. Und seit 2012 ist China das Land, das die insgesamt meisten Patente in der Welt anmeldet.  Unsere Hidden Champions müssen sich wappnen.11

Die Chinesen sind selbst zu Getriebenen geworden und haben keine andere Wahl, als sich qualitativ und preislich höher zu positionieren. Streiks nehmen zu und die Firmen müssen massive Lohnerhöhungen akzeptieren. Die Zeit der billigen Löhne ist zumindest in den höher entwickelten Gebieten Chinas vorbei. Die Chinesen sind sich sehr bewusst, dass es in Asien und anderswo Milliarden von Menschen gibt, die bereit sind, zu deutlich niedrigeren Löhnen als Chinesen zu arbeiten. Die Pro-Kopf-Einkommen sprechen eine deutliche Sprache. Sie liegen in Indien fast zwei Drittel unter dem chinesischen Niveau und in Bangladesch bei weniger als einem Sechstel. Die Kosten chinesischer Produkte werden weiter steigen. Das zwingt die Hersteller, sich preislich höher zu positionieren.12 Dies wiederum gelingt nur, wenn die Produkte qualitativ besser und innovativer werden.

Genau dies versucht die Luxus-Marke Shang Xia unter dem Dach von Hérmes mit ihrer Rückbesinnung auf Handwerkskunst und langjährige chinesische Tradition zu erreichen. Nach der Eröffnung des ersten Ladens in Shanghai 2010 wird man in Kürze auch in Paris und Peking Kleidung, Schmuck und Möbel des eindeutig chinesisch positionierten Luxus-Labels erwerben können – Nachfrage besteht gleichermaßen bei chinesischen und ausländischen Kunden.13 Durch bessere Qualität, steigende Innovation und Abkehr von dem negativen »Made in China«-Image werden chinesische Hersteller zu gefährlichen Rivalen der Hidden Champions.

Selbst in Entwicklungsländern greifen die Chinesen mit zunehmend werthaltigeren Produkten an und konkurrieren nicht mehr nur mit niedrigsten Preisen. So schreibt die Financial Times zum sehr erfolgreichen Vorgehen chinesischer Firmen in Afrika: »The success of Chinese companies is about more than being cheap. Improvements in quality and better cooperation have been crucial.«14 Mittelfristig ist klar, wohin die Reise für Unternehmen wie die Hidden Champions, die im globalen Wettbewerb der Zukunft mithalten wollen, geht. Sie müssen in China starke Marktpositionen aufbauen.

Hidden Champions-Strategien für China

Wie sollten Mittelständler dabei in China vorgehen? Was kann man von den Hidden Champions diesbezüglich lernen?

  1. Ähnlich wie in der übrigen Welt setzen sich die Hidden Champions auch in China  ambitiöse Ziele, die auf Wachstum und Marktführerschaft ausgerichtet sind.

  2. Marktführerschaft heißt für die Hidden Champions auch in China mehr als nur größter Marktanteil. Sie beanspruchen, Kunden, Wettbewerber und ihre Märkte durch Top-Qualität sowie das Setzen von Standards und Benchmarks zu „führen“.

  3. Die Hidden Champions fokussieren sich auf enge Märkte und schaffen durch Tiefe einzigartige Produkte. Sie beherzigen die Einsicht, dass Einzigartigkeit nur intern entstehen und nicht am Markt per Outsourcing hinzugekauft werden kann.

  4. Fokussierung macht einen Markt klein. Globalisierung macht den Markt groß und ermöglicht die Realisierung  ausreichender Economies of Scale. Fokussierung und Globalisierung sind deshalb die beiden unverzichtbaren Pfeiler der Hidden Champions-Strategie. China spielt, als oft größter Markt der Welt, eine zentrale Rolle in der Strategie der Hidden Champions. Putzmeister hat letztlich die Weltmarktführerschaft verloren, weil das Unternehmen in den Jahren 2000 bis 2005 die Marktführerschaft in China verlor.

  5. Bei der Globalisierung bleiben die Hidden Champions ihrer Präferenz fürs Selbermachen treu. Sie vertreiben nicht über Dritte, sondern über eigene Tochtergesellschaften und erhalten so auch in Auslandsmärkten den direkten Kundenkontakt. Das gilt für China noch stärker als für kleinere Märkte.

  6. Die Hidden Champions pflegen intime Beziehungen zu ihren Kunden. Ihre Kundennähe ist fünfmal höher als in Großunternehmen. Selbst ihre Topmanager  sind nahe an Geschäft und Kunden. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viele Topmanager von Hidden Champions in China unterwegs sind.

  7. Hidden Champions investieren doppelt so viel wie normale Industrieunternehmen in Forschung & Entwicklung. Pro 1.000 Mitarbeiter halten sie fünfmal so viele Patente wie Großunternehmen. Die Kosten pro Patent sind dabei um den Faktor fünf niedriger. Technologie und Kundenbedürfnissen fungieren als gleichgewichtige Antriebskräfte von Innovationen. Auch in China sind die Hidden Champions zunehmend mit eigener Forschung & Entwicklung präsent.

  8. Die Hidden Champions setzen ihre Wettbewerbsvorteile mit Konsequenz am Markt durch. Ihre Überlegenheit beruht auf einer Vielzahl von Wettbewerbsvorteilen. Produktqualität steht dabei unverändert an erster Stelle. In den letzten Jahren haben sie neue, schwer imitierbare Wettbewerbsvorteile in Beratung und Systemintegration geschaffen und so die Eintrittsbarrieren für neue Konkurrenten erhöht.

  9. Die Hidden Champions sind hoch profitabel. Ihre langjährige Umsatzrendite liegt bei mehr als dem Doppelten des Durchschnitts deutscher Unternehmen. Die Renditen in China sind allerdings aufgrund der hohen Kosten für Markterschließung und –aufbau noch deutlich verbesserungsfähig.

  10. Hidden Champions sind Hochleistungsorganisationen. Sie achten darauf, stets mehr Arbeit als Köpfe zu haben. Sie legen großen Wert auf Mitarbeiterqualifikation, indem sie zum Beispiel das deutsche Berufsbildungssystem auf China übertragen. Fluktuation und Krankenstand sind sehr niedrig. Ich habe von nicht wenigen Hidden Champions in China gehört, dass ihre Fluktuation nicht wesentlich höher ist als in Deutschland. Die Rekrutierung qualifizierter Mitarbeiter bereitet allerdings auch in China Probleme und bildet nicht selten den Engpassfaktor.

  11. Die Führung der Hidden Champions ist ausgesprochen langfristig orientiert. Diesem Prinzip versuchen diese Firmen auch in China treu zu bleiben. Die Besetzung von Führungspositionen erweist sich als große Herausforderung.

Unbeirrt von den Managementmoden des jeweiligen Tages ziehen die Hidden Champions ihre Bahnen. Ihre Überlegenheit haben sie in der ganzen Welt vielfach unter Beweis gestellt. Wenn sie ihren Prinzipien treu bleiben, werden sie auch im Reich der Mitte florieren. Es gibt kein Geheimrezept für ihren anhaltenden Erfolg. Es sei denn, dass sie den gesunden Menschenverstand konsequenter anwenden als andere. So einfach, und doch so schwer!


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1 Vgl. Small Fish in a Big Pond, The Economist, 10. September 2009.
2 Vgl. Zulieferer Getrag geht nach Indien, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Mai 2012, S. 13.
3 Automarkt soll sich wieder erholen, Handelsblatt, 23. April 2012, S. 21. 
4 Große Pläne mit kleinen Pretiosen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. März 2012, S. 14.
5 Vgl. Upmarket makeover for »Made in China«, Financial Times, 21. März 2012, S. 15.
6 Vgl. General Electric muss chinesischer als die Chinesen werden, Frankfurter Allgemeine                Zeitung, 16. Juli 2010
7 Vgl. Economic Focus, The Economist, 31. Dezember 2011, S. 57
8 Vgl. China ist Deutschlands wichtigster Handelspartner, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.            Februar 2012, S. 13
9 Finn Mayer-Kuckuk, Das Netzwerk der Deutschen, Handelsblatt, 23. April 2012, S. 25
10 Peking unterstützt eigene Firmen bei Zukäufen, Handelsblatt, 23. April 2012, S. 24
11 Georg Giersberg, Der Einzug der Roboter, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. April 2012, S.13
12 Vgl. dazu auch Axel Gloger, Die gelben Gebote, Handelszeitung, 19. April 2012. 
13 Vgl. Upmarket makeover for »Made in China«, Financial Times, 21. März 2012, S. 15
14 Vgl. China Exporters to Africa Elbow out Global Rivals with Good Value, Financial Times, 29.         März 2012, S. 3.

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Anmerkung DESMA: Die DCW, die Deutsch-Chinesische Wirtschaftsvereinigung e.V., hat uns dankenswerterweise die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Artikels in unserem Newsletter bzw. auf unserer Website erteilt

 

 

 

22. Jul. 2013

Von Nischen und anderen Perspektiven ..........

‚Es gibt kein Geheimrezept für (Ihren) anhaltenden Erfolg. Es sei denn, dass Sie den gesunden Menschenverstand konsequenter anwenden als andere. So einfach, und doch so schwer!‘………………. Die meisten von Ihnen sind in Unternehmen beschäftigt, auf die das Attribut ‚Hidden Champion‘ zutrifft: Unter anderem ist Ihr Unternehmen hochgradig auf ein Nischensegment spezialisiert, Sie haben Alleinstellungsmerkmale,  die nur wenige andere Wettbewerber im Weltmarkt anbieten, Sie sind Mittelständler (oder verfügen über dessen Strukturen) und Sie sind äußerst innovativ. Dennoch werden Sie sicherlich beim Lesen des Beitrags von Prof. Simon, von ihm stammt übrigens auch das eingangs genutzte Zitat, über ‚Hidden Champions – Aufbruch ins Reich der Mitte‘ einige weitere Anregungen für Ihr Geschäft von heute und morgen gewinnen können.


Ein anderer heimlicher Gewinner, Klaus Kühnlein, Inhaber der gleichnamigen Gummiartikel-Manufaktur, berichtet über seine Erfahrungen als Spezialist in der Nische – hier auch und insbesondere in der Anwendung unserer neuen S3-Maschinengeneration.


Apropos S3: nachdem wir die S3-Serie anlässlich der Roadshow auch in Polen vorgestellt haben, konnten wir zur diesjährigen PLASTPOL in Kielce bereits die siebte Maschine in den polnischen Markt verkaufen. (Siehe Impressionen der PLASTPOL)


Neues gibt es dann auch aus dem weltweiten Netzwerk der DESMA: Wir haben unsere Verkaufsorganisation auch auf der Südhalbkugel durch neue Vertretungen für Australien und Neuseeland sowie Argentinien ausgebaut.

   


Auf neue Wachstumsimpulse und Ihren Besuch freuen wir uns bereits heute: Die Vorbereitungen für unseren Auftritt auf der diesjährigen K-Messe laufen bei uns auf Hochtouren! Wir rechnen ganz fest mit Ihnen im Zeitraum von 16. – 23.10.2013 in Düsseldorf.



 

27. Mär. 2013

Prozessoptimierung - Matthias Schwanz: mein Praxissemester bei der DESMA

Nachdem ich im September 2006 meine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei der Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH begonnen hatte, absolvierte ich diese regulär und schloss sie im Februar 2010 erfolgreich ab.
Im Oktober 2010 begann ich dann im neu errichteten Campus Tuttlingen der Fachhochschule Furtwangen mein Studium in der Fachrichtung Industrial Manufacturing (Maschinenbau Fertigungstechnik).
Die dortigen Bachelorstudiengänge, welche 2009 zum ersten Mal angeboten wurden, sind in Zusammenarbeit mit der Industrie entwickelt worden. Der Campus Tuttlingen hat über 100 Firmen aus der Region, welche der Hochschule sowohl finanziell als auch in Bezug auf Lehrinhalte und Praktika zur Seite stehen. Dies ermöglicht ein sehr praxisnahes Studium, in welchem auch die aktuellen Themen der Industrie direkt aufgegriffen werden. Auch die DESMA tritt als Partner des Hochschulcampus auf.

Das 4. Lehrplansemester im Bachelorstudiengang „IMF“ ist das Praxissemester. Hier soll der Student in Firmen sein bisher erlerntes Wissen vertiefen und lernen, wie dies in der Praxis umzusetzen ist. Es müssen Projekte betreut, bearbeitet und/oder begleitet werden, welche mit ihrer Zielstellung auch dem Lehrinhalt des Studiums entsprechen. In meinem Fall war es möglich, dass ich zwei Projekte aus verschiedenen Aufgabengebieten erhielt, welche ich bearbeiten durfte. Somit war es mir hier möglich, Einblick in mehrere Bereiche zu erhalten. Die einzelnen Abteilungen und ihre strukturelle Einbindung in den Produktionsprozess waren mir durch meine Ausbildung bereits bekannt.

Mein erstes Projekt hatte als Zielstellung einen Planzeitkatalog für die Vor- und Endmontage, welcher sich auf die Vertriebsmerkmale stützt. Dieser sollte es ermöglichen, die Planungen für Montagezeiten an den einzelnen Montagestationen schneller und genauer durchführen zu können.
Nach der Einarbeitungsphase ging es an die Analyse des aktuellen Zustandes. Wie wird bisher kalkuliert? Woher stammen welche Daten? Wie reproduzierbar sind die Daten, welche uns vorliegen? Es wurde festgestellt, dass es bezüglich der Rückmeldung in diversen Bereichen einige Defizite gibt, welche behoben werden müssen, um eine solide Basis für zukünftige Kalkulationen schaffen zu können. Die Defizite wurden angesprochen und es wurde beraten, wie man diese am nachhaltigsten beseitigen kann.

Da die Zeitspanne zur Bearbeitung dieses Projekts nur von Anfang März bis Ende Mai ging, musste der Rahmen des Projektes so gewählt werden, dass in dieser Zeit ein größtmögliches Spektrum so abgedeckt werden kann, dass es danach sinnvoll nutzbar ist. Daher wurde der Fokus auf die mechanischen Bereiche der Montage gelegt, um diesen komplett abdecken zu können. Der Bereich der Elektromontage bedarf einer etwas anderen Aufteilung und wurde daher vorerst außer Acht gelassen
Im Zuge der Bearbeitung des Projektes gab es einige Hindernisse, welche zu bewältigen waren. So musste man feststellen, dass den Vertriebsmerkmalen nicht ohne Weiteres Zeiten zugeordnet werden konnten. Außerdem können mit den Merkmalen des Vertriebs nicht alle Zeiten, welche bei der Montage anfallen, abgedeckt werden. Da die Montage baugruppenbezogen und die Vertriebsmerkmale funktionsbezogen zusammengefasst sind, ist ein einfaches Zuordnen der Zeiten hier nicht möglich.
Nachdem diese Problemstellungen gelöst waren, galt es einen Katalog zusammenzufassen, welcher einfach bedient werden kann, und somit die Planung einfach und dennoch genauer macht. Im Endeffekt wurde eine leicht handhabbare Excel-Tabelle erstellt, welche es durch einfaches anklicken ermöglicht, die diversen Merkmale auszuwählen, je nachdem, ob es bei einer Montagestation relevant ist oder nicht. Somit kann sehr schnell eine Montagezeit für eine Montagestation kalkuliert werden.

Das zweite Projekt zielte auf eine Rüstzeitoptimierung ab. Hier war eine Lösung gesucht, um die Werkstücke auf einem Fräszentrum schneller spannen zu können. Der Zeitraum zur Bearbeitung dieses Projektes war hier von Anfang Juni bis Ende August. Zunächst galt es, ein Konzept zu finden.
Um sich einen Überblick zu verschaffen, wurde zunächst das Teilespektrum der Maschine und die zugehörigen Aufträge analysiert. Das Problem lag darin, dass das Werkstückspektrum sehr vielfältig und die Losgrößen sehr klein waren. Die Losgrößen bewegen sich zwischen 1 und 4 Werkstücken pro Auftrag. Die Werkstücke reichen von kleinen Werkstücken, welche im Schraubstock gespannt werden können, über Guss- und Brennteile bis hin zu Schweißkonstruktionen und großflächigen Platten, welche den ganzen Maschinentisch in Anspruch nehmen.
Nach Gesprächen mit den Werkern an den Maschinen und den Programmierern wurde in Zusammenarbeit mit dem Spannmittelhersteller Schunk GmbH aus Mengen ein Konzept überlegt, wie ein größtmögliches Teilespektrum abgedeckt werden könnte. In der Überlegung war ein Nullpunktspannsystem mit relativ flexiblem Stichmaß. Mittels einer Lochrasterplatte und sogenannten Doppelspannmodulen kann anhand des Rastermaßes der Lochplatte auf dem Maschinentisch das Werkstück flexibel gespannt werden. Das Werkstück benötigt lediglich eine kleine 25H7 Passung und ein M12 Gewinde, um Spannzapfen zu befestigen. Diese werden dann mittels der Spannmodule festgeklemmt und halten das Werkstück. Die Betätigung der Doppelspannmodule erfolgt durch Druckluft, welche an jeder Maschine vorhanden ist. Die Module müssen allerdings nicht permanent mit Luft beaufschlagt sein. Die Luft dient lediglich dem Öffnungsvorgang. Sobald man die Luft mittels Schnellkupplungen von den Modulen nimmt, spannen diese durch ihre Federvorspannung. Somit sind auch keine Leitungen im Innenraum der Maschine, welche in irgendeiner Weise die Bearbeitung behindern könnten.
Da das DESMA-Werk in der Slowakei ein funktionsgleiches Spannsystem auf einer Maschine bereits installiert hat, gelang es trotz der Kürze der Zeit, einige Testmodule zu besorgen, um Fräsversuche mit einem Werkstück zu machen. Durch den Einsatz dieser Module ist eine 5-Seiten-Bearbeitung der Werkstücke möglich, was die Maschinenlaufzeit deutlich erhöht.
Die anfängliche Skepsis der Werker gegenüber dem System änderte sich nach erfolgreicher Absolvierung der Fräsversuche dann doch in Zuspruch für das Spannsystem. Somit wurde mit Hilfe der Firma Schunk ein Spannmittelkonzept entwickelt, welches es trotz des vielfältigen Werkstückspektrums und der geringen Losgrößen ermöglicht, die Werkstücke schneller zu spannen. Des Weiteren war es möglich, teilweise Aufspannungen einzusparen und somit die Effizienz der Maschine zu steigern. Ein weiterer Vorteil des Systems liegt darin, dass eine erneute, wiederholgenaue Aufspannung eines Werkstücks in wenigen Minuten möglich ist.

Somit habe ich in meinem Praxissemester sowohl den Bereich der Montageplanung als auch den Bereich der Fertigungsoptimierung näher kennengelernt, interessante Projekte durchführen dürfen und meinen Erfahrungsschatz erheblich erweitern können. Sämtliche Mitarbeiter, mit welchen ich während meiner Projekte gearbeitet habe, sind mir stets offen und ehrlich gegenübergestanden und haben mir somit geholfen, dieses Praxissemester so erfolgreich durchführen zu können.

27. Mär. 2013

Was schicksalhaft begann, endete in einer erfolgreichen Karriere bei DESMA

Die DESMA feierte kürzlich das 33-jährige Betriebsjubiläum von Herrn Sieu Ly –  Kundendiensttechniker bei unserer Tochtergesellschaft in den USA. Herr Ly arbeitet nunmehr in Teilzeit bei der DESMA und kann so mehr Zeit im Kreise seiner Familie und Enkel in Walnut / Kalifornien verbringen. Anlässlich dieser langen Betriebszugehörigkeit saßen Scott Early, Geschäftsführer unserer US-Tochter, und er zusammen und ließen die vier Jahrzehnte umspannende Laufbahn Revue passieren. Der unverwüstliche Charakter von Sieu Ly spiegelt sich in seiner beeindruckenden Lebensgeschichte wider.

In Vietnam geboren war Sieu Ly in jungen Jahren ein wohlhabender Besitzer einer Werkstatt in Saigon. Im Alter von 36 Jahren wurde sein Betrieb von der nordvietnamesischen Regierung übernommen. Nachdem er in seiner Heimat während der Kriegswirren keine Möglichkeit mehr sah, für seine Familie zu sorgen, beschloss er – wie viele andere auch – aus dem Land zu fliehen. Alle Besitztümer hinter sich lassend, brachen er, seine Frau und die beiden Kinder sowie sein jüngerer Bruder mit einem unbekannten Ziel vor Augen auf einem Frachter namens "Hai Hong" über den Pazifik hinweg auf.
 
Ungefähr weitere 2.500 Vietnamesen verließen zu diesem Zeitpunkt auf verschiedenen Schiffen das Land, ebenfalls auf der Suche nach einem besseren Leben. Leider stellte sich dies als ein schwieriges Unterfangen heraus. Zunächst wurde ihrem Schiff die Einfahrt nach Singapur, dann Indonesien und Westmalaysia verwehrt. Die "Hai Hong" irrte mit ihren gestrandeten Passagieren für 45 Tage über das Meer. Als Nahrung, Wasser und Medikamente knapp wurden, musste Sieu Ly schweren Herzens den Ehering seiner Frau verkaufen, um so Brot für seine Familie zu kaufen, damit sie überhaupt überleben konnten. Das Schicksal wendete sich als ein westdeutsches Konsulatsschiff sie erreichte und 500 der "Boat People" an Bord nahm  - die Familie von Sieu Ly eingeschlossen! “Das war gerade noch rechtzeitig. Mein Kind war krank und benötigte medizinische Versorgung”, sagt Sieu Ly. Er und seine Familie kamen 1978 in Hannover an.

Nach seinem Umzug nach Achim bei Bremen übte er verschiedene Tätigkeiten aus, bevor er bei unserem dortigen Schwesterunternehmen eingestellt wurde. “Die DESMA suchte damals einen Servicetechniker, der fließend Mandarin und Kantonesisch sprechen konnte. Man hatte sich damals gerade nach China orientiert, als sich dort die Märkte gen Westen öffneten”, erinnert sich Sieu Ly.

Er erinnert sich noch gut an das Vorstellungsgespräch mit dem sich zwischenzeitlich im Ruhestand befindlichen, damaligen Geschäftsführer Wolfgang Koliwer. In der für ihn typischen Art benutzte Koliwer eine chinesische Redewendung: “Ich hoffe, Sie sind kein Tigerkopf mit Schlangenschwanz”, was ungefähr der deutschen Redensart "große Klappe und nichts dahinter" entspricht. Dem entgegnete Sieu Ly: “Bitte vertrauen Sie mir, ich war mutig genug, den pazifischen Ozean unter zahllosen Gefahren zu überqueren, diesen Job schaffe ich.” Kurz darauf begann seine Laufbahn bei der DESMA. Nach einer intensiven Ausbildung im Bereich Hydraulik und Polyurethanverarbeitung, bereiste Sieu Ly zehn Jahre lang China, um auf dem florierenden Schuhmarkt Schuhmaschinen aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Noch heute, nach all den Jahren, ist seine Dankbarkeit spürbar. “Ich danke Herrn Koliwer, dass er mir die Chance gab, Teil des DESMA-Teams zu werden” meint Sieu Ly.

Im September 1988 übernahm Sieu Ly eine neue Position und zog als Serviceverantwortlicher für den Bereich Schuhmaschinen in die Staaten um.  Kurz darauf war dieser Markt rückläufig, aber der Markt für industriellen Gummi wuchs. Typisch Sieu Ly engagierte er sich auch hier und begann sich mit der neuen Materie vertraut zu machen. Er wurde ein Experte der DESMA Spritzgießtechnologie.

Seit dieser Zeit bereiste Sieu Ly als unverzichtbares Mitglied des amerikanischen Serviceteams die USA, Kanada und Mexiko. “Viele Kunden fragen direkt nach ihm. Er ist wirklich eine Klasse für sich", erzählt Doug Moss, DESMA's Kundendienstleiter in den USA.

Sieu Ly’s Begeisterung, Neues zu erlernen ist bis heute unverändert geblieben, “bei der DESMA gibt es jedes Jahr neue Dinge zu lernen. Ob es dabei nun um eine neue Software geht oder um technische Verbesserungen. Als Servicetechniker macht es mir Spaß, mit den tagtäglichen Neuerungen Schritt zu halten”, schwärmt er.

Scott Early, Geschäftsführer der DESMA in den USA, hat sehr schöne Erinnerungen an sein erstes Zusammentreffen mit Sieu Ly, das vor 18 Jahren stattfand. Während der gemeinsamen Installation einer DESMA-Maschine sagte Sieu Ly zu Scott: “Es gibt keine Probleme auf der Welt, es sind nur Chancen”. Diese Worte sind ein gutes Beispiel für sein Denken. “Er hat einen positiven Einfluss auf jeden, der mit ihm zusammenarbeitet. Wir sind eine bessere Firma, weil wir Mitarbeiter wie Sieu Ly haben", lobt Scott Early.


27. Mär. 2013

Gute Stimmung auf der Interplastica in Russland

Die Interplastica, die vom 29. Januar – 1. Februar in Moskau stattfand, wird uns aufgrund des hohen Besucherandrangs und der Qualität der Gespräche in sehr positiver Erinnerung bleiben.  

Dank der seit zwei Jahren installierten Servicestation in Russland ist die Kundenzufriedenheit mit unseren Maschinen sehr gut, wobei vor allem die schnellen Reaktionszeiten hervorgehoben werden. Das Geschäftsjahr 2012 war für die DESMA insgesamt, aber auch gerade in den GUS ein Rekordjahr. Die intensivierte Marktbearbeitung in den letzten Jahren zeigt unseren Kunden unser langfristig angelegtes Engagement im russischen Markt, wobei unser Unternehmen dort schon seit vielen Jahrzehnten aktiv ist und mehrere hundert Maschinen installiert sind.

Im Gegensatz zu vielen anderen Märkten wird relativ selten „nur“ eine Spritzgießmaschine angefragt, sondern fast ausschließlich komplette Produktionslösungen bestehend aus Formen, Kaltkanaltechnik und Prozess Know-how. Durch den hauseigenen Formenbau können wir hier umfassende Lösungen anbieten. Doch erst die optimale Schulung vor Ort in der Landessprache garantiert dann auch ein bestmögliches Ergebnis.

In den letzten Jahren hat sich die Gesprächsqualität ganz erheblich gesteigert. Es wurden konkrete Projekte und Aufgabenstellungen diskutiert und Lösungen erarbeitet. Man kann schon sagen, dass es zwischenzeitlich ein sogenanntes Billigsegment gibt, indem nur nach möglichst preiswerten Maschinen gesucht wird. Diese sollen meist einfache Kompressionspressen ersetzen. Dieses Marktsegment kann von der DESMA im ersten Schritt nicht besetzt werden, aber bei vielen Firmen wächst die Erkenntnis, dass der gesamte Produktionszyklus betrachtet werden muss, um die tatsächlichen „Artikelkosten“ zu bewerten. Somit sind Themen, wie Materialverbrauch, Ausschussrate, Energieeffizienz und Servicereaktionszeit, ein immer häufigeres Entscheidungskriterium. Eine zunehmende Anzahl von Firmen will sich auch mit dem entsprechenden „Equipment“ für Zulieferaufträge für westliche Automobilhersteller qualifizieren.

Die gute Stimmung auf dem russischen Markt setzte sich über die Gespräche auf dem Messestand bis hin zum gemeinsamen Messeabend fort.

27. Mär. 2013

India Rubber Expo in Mumbai

Die India Rubber Expo 2013 fand vom 22. – 24. Januar 2013 in Mumbai statt. Diese Messe hat sich zu einer internationalen Plattform der Gummiindustrie für Indien und Südostasien entwickelt. Zahlreiche Unternehmen aus ganz Asien nahmen an der Rubber Expo teil, darunter auch Maschinenhersteller, Rohstofflieferanten und Fertigteilproduzenten aus Indien, Malaysia, China, Taiwan, Thailand und Deutschland. Parallel wurden technische Seminare angeboten, die die Besucher mit einem breiten Querschnitt an interessanten Themen erwarteten.

Wie immer präsentierte sich die DESMA auf dem größten und eindrucksvollsten Messestand, dieses Mal mit drei Maschinen, eine davon in Live-Produktion. Zu den Exponaten gehörte eine Maschine der S-Serie mit Servoantrieb-Hydraulik und geregelter DRC 1020 Steuerung. Diese energieeffiziente Technologie mit schneller und präziser Steuerung fand großen Anklang beim Messepublikum. Die größte Attraktion auf dem Stand war die horizontale 100-Tonnen-Maschine zur vollautomatischen Herstellung von O-Ringen. Die kürzlich auf den Markt gebrachte C-Joch-Maschine mit 150 kN Schließkraft stieß auf großes Interesse bei Kunden aus dem Profilsektor. Der freistehende FlowControl Kaltkanal eignete sich hervorragend, um die Funktionen und Vorteile der FlowControl-Technologie zu erklären. Im Anschluss an die technischen Präsentationen über verschiedene Themen gab es anregende Diskussionen mit vielen Kunden.

Die DESMA konnte mehr als 500 Besucher von mehr als 350 Firmen auf ihrem Stand willkommen heißen. Daraus resultierten 140 neue Kontakte und 50 Projektanfragen.

Die nächste India Rubber Expo findet ab dem 22. Januar 2015 in Neu-Delhi statt.

27. Mär. 2013

Full Open House

Am 10. Oktober 2012 war die DESMA in den USA Gastgeberin einer Hausmesse mit Workshop-Veranstaltung. Das in Hebron/Kentucky ansässige Tochterunternehmen konnte mehr als 120 Besucher zu diesem Event begrüßen!

Firmenrundgänge führten durch alle Abteilungen und umfassten das ganze Angebotsspektrum: Infopoints gab es zu den Themen Überholung von Maschinen und Temperiergeräten, der nordamerikanische Formenbau, Projektierung und Kundendienst. Das US-Technikum zeigte eine Reihe von DESMA-Maschinen, die live Artikel mit Formen aus dem eigenen Werkzeugbau produzierten. "Ein hervorragendes Beispiel dafür, was wir unseren Kunden an Komplettpaketen anbieten können", sagt Derek Langtry, der Leiter des US-Formenbaus. "Unsere Kunden konnten buchstäblich den Produktionsprozess erlaufen – beginnend bei der Projektausarbeitung, weiter bei der Formenkonstruktion bis hin zu den Abnahmetests in der Fertigung und abschließend die Versuche zusammen mit den Kunden."

Gegen 17.00 Uhr begann mit dem technischen Workshop 'Automatisierte Elastomer-Spritzgießzelle' der nächste Programmpunkt. "Wir konnten unseren Open House-Besuchern wertvolles Wissen über die notwendigen Maßnahmen zur Rationalisierung des Spritzgießprozesses und angeschlossener Automatisierung vermitteln", berichtet Scott Early, der Geschäftsführer der DESMA USA. Auf einem großen Bildschirm wurden mit Videofilmen bereicherte Präsentationen vorgeführt, in deren Anschluss Frage-Antwort-Runden stattfanden. Branchenfachleute sprachen über Mischungen, Automatisierung, Maschinenentwicklungen, Formenherstellung und Personalfortbildung. "Wir denken, dass unsere Kunden eine Menge neuer Erkenntnisse mitgenommen haben, die sie in die tägliche Praxis umsetzen können",  resümiert Scott Early.

Die Veranstaltung wurde durch ein zünftiges Abendessen mit Weinverkostung und Livemusik gekrönt.

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DESMA auf der IPF 2008 in Tokio.
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Bildergalerie zur Open House 2008.
Podcast Daniel Goeudevert, Keynote-Speaker bei der Open House 2008.
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